Dr. Stefanie Schmickler: Im Café-Muse-Gebäude soll weiterhin Gastronomie betrieben werden

mlzGastronomie in Ahaus

Dr. Stefanie Schmicker hat das Café-Muse-Gebäude neben ihrem Augenzentrum Nordwest gekauft. Ihr Ziel ist, dass dort weiterhin Gastronomie betrieben wird. Dafür möchte sie umfassend umbauen.

Ahaus

, 01.04.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neue Eigentümerin, alte Nutzung: Dort, wo jetzt im altehrwürdigen Gebäude an der Bahnhofstraße 4 das Café Muse betrieben wird, soll es weiterhin ein Gastronomieangebot geben. Das kündigte die neue Eigentümerin der Immobilie, Dr. Stefanie Schmickler, auf Anfrage der Redaktion an.

„Es liegt mir am Herzen, dass die Ecke dort gepflegt bleibt“, begründet die Ahauser Augenärztin ihre Kaufentscheidung. In direkter Nachbarschaft des Cafés Muse, am Domhof, liegt ihr Augenzentrum Nordwest. Das soeben erworbene Gebäude wolle sie allerdings nicht für die Praxis nutzen, betont sie. Die Räume und der schöne Garten sollten weiterhin gastronomisch betrieben werden und „ein Angebot für Jung, Mittel und Alt“ bieten, umschrieb Stefanie Schmickler ihre Pläne. Das Lokal solle wie das Café Muse auch den ganzen Tag über geöffnet sein „und auch nach 13 Uhr noch einen guten Mittagstisch bieten.“

Es gibt verschiedene Bewerber für den Betrieb

Aber bevor es soweit ist, kann noch etwas Zeit vergehen. „Es gibt verschiedene Bewerber“, verrät sie. Und sie freue sich darüber, dass sich gleich mehrere für den Standort interessieren. Aber eine Entscheidung zugunsten eines Pächters sei noch nicht gefallen. „Es soll ein normales Gasthaus werden, mit normalen Bezahlmöglichkeiten“, verdeutlicht sie. Vor der Neueröffnung stünden aber auch noch umfangreiche Umbauarbeiten an. „Da ist es mit einer neuen Theke nicht getan“, sagte die Hauseigentümerin. Die Pläne würden gerade erstellt, „und dann hoffe ich auf ein zügiges Genehmigungsverfahren bei der Stadt Ahaus.“

Dr. Stefanie Schmickler: Im Café-Muse-Gebäude soll weiterhin Gastronomie betrieben werden

Dr. Stefanie Schmickler hat das Café-Muse-Gebäude erworben und will die Räume an einen Gastronomiebetrieb verpachten. © Erik Hinz

„Das Gastronomieangebot nimmt keinem was weg“, sagte Stefanie Schmickler mit Blick auf die Mitbewerber in Ahaus und mit Blick auf die Argumentation des aktuellen Pächters. Christian Aupers hatte im Februar im Gespräch mit der Münsterland Zeitung angekündigt, den zum Ende des Jahres laufenden Pachtvertrag für das Café Muse nicht verlängern und am liebsten den Betrieb schon eher an jemand anderen übergeben zu wollen. Seit 18 Jahren führt der Coesfelder, der in seiner Heimatstadt auch die Fabrik und das Café Central mit angeschlossenem Catering-Service führt, das Café Muse am Eingangstor zur Ahauser Fußgängerzone.

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Er habe aber keine Energie mehr für den „Kampf gegen Windmühlen“, sagte er seinerzeit und meinte damit den Wettbewerb, der in den vergangenen Jahren durch die vielfältigen Gastronomieangebote des Ahauser Softwareherstellers Tobit entstanden ist. Vor allem das Abendgeschäft sei zuletzt nach der Eröffnung des „Unbrexit“ im Sommer 2017 weggebrochen, so Christian Aupers gegenüber der Redaktion.

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Gastronomie an diesem Ort in Ahaus hat eine lange Tradition. In früheren Zeiten war dort die Wirtschaft und Bäckerei Harpering, später „Zur alten Post“, beheimatet. Bevor Christian Aupers ab dem Jahr 2011 dort das Café Muse betrieb, war Jutta Harpering die Wirtin der Traditionsgaststätte „Zur alten Post“.

Dr. Stefanie Schmickler: Im Café-Muse-Gebäude soll weiterhin Gastronomie betrieben werden

Ein Bild aus alten Zeiten: Die Bäckerei und Gastwirtschaft Harpering (links). Das Gebäude ist in seiner Struktur erhalten geblieben. © Archiv

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