Edmund Stoiber: Schluss mit Rot-Schwarz

Politisches Oktoberfest

Edmund Stoiber machte erstmals 1978 Wahlkampf im Münsterland. Am Montagabend war die Zeit reif für eine Neuauflage. Beim Politischen Oktoberfest der Kreis-CDU im Festzelt am Kirmesplatz war der CSU-Ehrenvorsitzende und ehemalige bayerische Ministerpräsident der Hauptredner.

AHAUS

, 18.09.2017, 21:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Edmund Stoiber: Schluss mit Rot-Schwarz

Edmund Stoiber war Hauptredner beim Politischen Oktoberfest der Kreis-CDU in Ahaus.

Zuerst betrat Staatssekretär Jens Spahn bei seinem Heimspiel die politische Bühne. Spahn machte direkt Gemeinsamkeiten mit der Heimat des Gastes aus. „In Ahaus ist das Oktoberfest genauso verregnet wie in München.“ Derweil saß Bürgermeisterin Karola Voß mit dem Goldenen Buch der Stadt auf ihrem Schoß in der Menge. Sie wartete auf Stoibers Eintrag.

Doch erst einmal forderte die CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Stullich von der Menge, Edmund Stoiber „den Einmarsch zu bereiten, den er verdient.“ Also wurde kräftig geklatscht und gejubelt. Stoiber trug sich ins Goldene Buch ein und schritt um 19.15 Uhr zum Rednerpult. „Die politische Leidenschaft bleibt immer“, lautete sein Eingangsstatement. Der 75-Jährige sprach frei, sein Manuskript brauchte er nicht. Stoiber griff in seiner Rede die großen Politikfelder auf. Seine Antwort auf die Flüchtlingsfrage? „Das werden wir nur international lösen können.“ Eine weitere Erkenntnis: „Das Sozialniveau kannst du bei offenen Grenzen nicht halten.“ Da nickte auch Landrat Dr. Kai Zwicker.

„Traurig“ sei er, dass er erst zum Ende seiner Rede auf die SPD zu sprechen komme. „Was habe ich mir für Schlachten mit Gerhard Schröder geliefert.“ Über den aktuellen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz mochte er nichts Schlechtes sagen. „Der Mann ist redlich. Und er war Bürgermeister von Würselen.“ Um 20.35 Uhr war das Schlusswort gesprochen. Stoibers Wunsch zur Bundestagswahl: „Rot-Schwarz sollte aufhören, damit unsere Demokratie lebendiger wird."

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