Ehestreit im Auto eskaliert: Mann rammt mit Wagen den Eingang der Polizeiwache in Ahaus

Landgericht

Der Streit mit seiner Frau auf dem Beifahrersitz war zu viel. Ein Gronauer rammte mit dem Auto den Eingang der Polizeiwache in Ahaus. Für die Tat steht er nun vor Gericht.

Ahaus

, 04.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ende Juli 2018 rammte ein Mann aus Gronau mit einem Auto den Eingangsbereich der Wache in Ahaus. Vorausgegangen war ein Streit mit seiner Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß.

Ende Juli 2018 rammte ein Mann aus Gronau mit einem Auto den Eingangsbereich der Wache in Ahaus. Vorausgegangen war ein Streit mit seiner Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß. © Stephan Teine

Ein lauter Knall, splitterndes Glas. Es war Ende Juli 2018, als ein damals 56 Jahre alter Mann aus Gronau aus heiterem Himmel mit seinem Auto in den Eingangsbereich der Polizeiwache an der Graeser Straße in Ahaus fuhr. Der nun 57-Jährige muss sich dafür am Freitag, 13. März, vor der 3. Großen Strafkammer (9 Uhr, Saal A 11) des Landgerichts Münster verantworten.

Ohne Fahrerlaubnis unterwegs

Die Pressestelle des Landgerichts schildert den Tathergang wie folgt: Der Gronauer war seinerzeit ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Auf dem Beifahrersitz saß seine Ehefrau. Als es mit ihr zu einem Streit kam, entschloss sich der Mann, den Wagen in den Eingangsbereich der Wache zu fahren.

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Er beschleunigte das Auto, rammte die Eingangstür, stieg aus und ging in den Vorraum der Wache. Dort, so gaben es die Beamten damals im Gespräch mit unserer Redaktion wieder, redete er aufgeregt auf die Polizisten ein. Diese konnten jedoch nicht klären, was der Mann wollte. Auch konnten sie ihn nicht beruhigen.

Frau unter Schock

Die damals 51-jährige Ehefrau reagierte geschockt auf den Vorfall, berichteten die Beamten später. Sie musste vor Ort von Rettungskräften betreut werden. Den Schaden an Fahrzeug und Glastür bezifferten die Beamten auf rund 30.000 Euro.

Der Gronauer muss sich unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vor dem Landgericht verantworten. Aufgrund einer etwaigen psychischen Erkrankung des Angeklagten wird die 3. Große Strafkammer auch zu prüfen haben, ob die Voraussetzungen für eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gegeben sind.

Fortsetzungstermine

Das Ordnungsamt der Stadt Ahaus hatte nach dem Unfall eine Unterbringung des Mannes veranlasst, weil eine Eigengefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte. Fortsetzungstermine der Verhandlung sind am 24. März und 1. April, jeweils um 9 Uhr in Saal A 11.

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