Ein Schlag ins Gesicht der Teststellenbetreiber

Mit weniger als einem Tag Vorlauf die neue Corona-Testverordnung zu veröffentlichen, sorgt bei den Teststellenbetreibern für Unmut und Unsicherheit. Keine Glanzleistung, findet auch Sven Asmuss.
Keine Glanzleistung der Politik ist das angerichtete Chaos an den Teststellen, findet unser Autor Sven Asmuss.
Keine Glanzleistung der Politik ist das angerichtete Chaos an den Teststellen, findet unser Autor Sven Asmuß. © dpa

Seit Wochen steigen die Coronazahlen in der Region wieder an. Gerade in diesen Zeiten ist es doch wichtig, auf eine gut funktionierende Teststellen-Infrastruktur zurückgreifen zu können, um womöglich noch weitere Infektionen zu verhindern. Das engmaschige Netz an Teststellen, das wir hier im westlichen Münsterland vorfinden, hat immer für Sicherheit gesorgt, wenn es notwendig war.

Das, was die hochdekorierten Politiker in Berlin jetzt mit der neuen Corona-Testverordnung geliefert haben, ist keine Glanzleistung. Seit etwas mehr als einer Woche ist bekannt, dass man in bestimmten Fällen zu seinem Schnelltest zuzahlen soll. Doch dass man den Personenkreis, auf den das zutrifft, genau einen Tag vor Inkrafttreten der neuen Verordnung bekannt gibt, das ist dann doch reichlich kurzfristig.

Lange Vorlaufzeit war gegeben

Seit Ende März weiß man, dass die Coronaschutz-Verordnung und damit auch die Testverordnung nur bis Ende Juni gilt. Unter diesen Gesichtspunkten die neue Verordnung erst eine Tag vor dem Inkrafttreten zu veröffentlichen, ist ein Schlag ins Gesicht der Teststellenbetreiber.

Die mussten nämlich am Donnerstag zusehen, wie sie an Informationen zur Abrechnung der Zuzahlung und zur Kontrolle der entsprechenden Nachweise kommen. Und womöglich führen die erschwerten Bedingungen ja sogar dazu, dass Teststellen schließen. Das hätte man in drei Monaten weitaus souveräner und für alle Seiten zufriedenstellender lösen können, finde ich.

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