Einblicke in den Corona-Alltag: Geschenkekauf wird zur Herausforderung

Corona-Kolumne

Der 30. Geburtstag ist ein besonderer und das „Kind“ erwartet dementsprechende Würdigung durch seine Eltern. Das ist in Corona-Zeiten ganz schön schwierig. Bei den Geschenken fängt es an.

Ahaus

, 06.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alles bereit für den 30. Geburtstag

Alles bereit für den 30. Geburtstag © Ronny von Wangenheim

Auch wenn die Kinder aus dem Haus sind: Wenn es um Geburtstage geht, sind die Eltern immer noch gefragt. Und das besonders in Zeiten der Corona-Krise. Die Feier mit Freunden fällt weg, da ist der Gedanke doch naheliegend, den Tag mit der Familie zu verbringen.

Das freut uns. Doch dieser Geburtstag ist ein besonderer. 30 Jahre, da wird mehr erwartet als üblich. Ich will jetzt nicht erzählen, welche Überlegungen ich angestellt habe, wie der Tag gefeiert werden kann, wo doch jedes Ausflugsziel geschlossen ist. Nur kurz sei erwähnt, dass ich sogar die Seite eines Safariparks angesehen habe, der den Besuch per Auto erlaubt.

Nur gut, dass mein Sohn das Thema Grillen im Garten ins Spiel gebracht hat. Das stellt uns nicht vor Herausforderungen. Und für die leckeren Torten ist sowieso meine Tochter zuständig.

Spezieller Einkaufsbummel auf 800 Quadratmetern

Doch ein spezielles Erlebnis war der Einkaufsbummel, zu dem ich notgedrungen aufgebrochen bin, weil ich es ablehne, im Internet zu bestellen. Im meinem bevorzugten Modehaus erhoffte ich mir, unter einer großen Auswahl von Hemden wählen zu können. Denn mein Herr Sohn hat modisch sehr spezielle Anforderungen.

Doch nach Handdesinfektion und Mundschutz kam die Enttäuschung. Ein freundlicher Verkäufer bat um meine Vorstellungen, er werde dann eine Auswahl zusammenstellen. Schließlich ist nur eine von vielen Etagen geöffnet. Ich nahm also Platz, wartete und hatte dann die nicht sehr große Qual der Wahl.

Kurz habe ich über die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets Gedanken gemacht. Und dann lieber mit einer anderen Kundin darüber fantasiert, wie man aus der Situation eine glamouröse Geschäftsidee machen könnte. So viel sei verraten: Noch luxuriösere Sessel, Espresso, ein Gläschen Sekt und ein Verkäufer, der die Ware gleich vorführt, spielten dabei eine Rolle.