Einblicke in den Corona-Alltag: Lustige Spielchen und eine sinnvolle Challenge

Coronavirus

Ein Kinderbild posten, den Hit posten, der zum 18. Geburtstag die Top-Ten-Liste anführte, Rätseln und Rechnen: Die per WhatsApp verteilten Vorschläge zum Zeitvertreib können auch nerven.

Ahaus

von Simone Schulze Beikel

, 23.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ob Kochrezepte, Kinderbilder oder Rätel: Zu Zeiten von Corona werden manche schon mit Kettenbriefen und lustigen Spielchen überschwemmt.

Ob Kochrezepte, Kinderbilder oder Rätel: Zu Zeiten von Corona werden manche schon mit Kettenbriefen und lustigen Spielchen überschwemmt. © Anne Winter-Weckenbrock

Diese lustigen Spielchen.... Nein nicht das, was Sie jetzt denken! Ich meine die zahlreichen Aufforderungen unserer Mitmenschen, sich an Kettennachrichten zu beteiligen, lustige Statuseinträge zu posten oder knifflige Knobelaufgaben zu lösen.

Oft tut man gar nichts aktiv, sondern sitzt schon durch das reine Betrachten der Aufrufe unaufgefordert mit im Boot. Und dann kommen sie, die Bitten, doch ein lustiges Corona-Challenge-Bild zu erstellen, oder Bilder des letzten Urlaubs im Status zu veröffentlichen oder ein, in meinem Fall jahrzehntealtes, Kinderbild zu posten.

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Manchmal machen die Spielchen auch noch richtig Arbeit. Soll man zum Beispiel eine Liste mit etwa 20 Schlagwörtern im Stadt-Land-Fluss-Stil mit Wörtern, die nur mit dem Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens beginnen, füllen, dann ist das solange man Simone, Anna oder Michael heißt ja noch ganz lustig. Mein Mitgefühl gilt allen Xavers, Yvonnes und Quentins.

Zeitintensiv ist es auch, der Aufforderung, die mich per WhatsApp erreichte, nachzukommen, einer vorgegebenen Person ein Rezept zu schreiben und die dazugehörige Nachricht – natürlich angepasst nicht einfach kopiert – an 20 weitere Personen zu schicken. Und das Ganze erreicht einen drei Mal. Nicht, dass ich keine 60 Freunde hätte, denen ich das schicken könnte. Aber der eine oder andere ist vielleicht – wie ich – Koch- und Backlegastheniker und will einfach kein Rezept verschicken.

Der Hit zum 18. Geburtstag - will den einer hören?

Besonders mittelmäßig gefiel mir auch die Idee, dass jeder einen Link zu dem Song, der an seinem 18. Geburtstag auf der Nummer eins der englischsprachigen Top Ten war, posten soll. Wollen wir diese ganzen uralten Lieder, teilweise als Musikvideo, wirklich nochmal hören oder sehen?

Doch die absolute Nummer eins der Social-Media-Spielchen ist die Rechenaufgabe, bei der die Zahlen durch Symbole ersetzt werden. Zur Erklärung werden die jeweiligen Symbole immer addiert, lediglich in der Rechnung, die die Lösung ergibt muss plötzlich multipliziert werden. Das lief bei mir früher in den Mathearbeiten schon schief. Wäre ein Wunder gewesen, wenn das beim ersten Lösungsversuch geklappt hätte...

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Ich habe da noch eine ganz andere Idee für alle, die gerne etwas tun möchten. Sammelt doch bei Euren Spaziergängen den Müll auf, der euch vor die Füße kommt. Wenn wir alle ab und zu ein bisschen Müll einsammeln und richtig entsorgen, können wir uns an einem sauberen Umfeld erfreuen und die Umwelt dankt es uns auch. Das wäre eine tatsächlich nachhaltige Challenge.

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