Einblicke in den Corona-Alltag: Pool nicht lieferbar, Chlortabletten schon

Coronavirus

Bessere Sicht aus dem Homeoffice und Fundstücke im Homeoffice - bei der wochenlangen Arbeit zu Hause fallen einem Dinge auf, die man aus Gewohnheit fast schon nicht mehr wahrgenommen hat.

Ahaus

, 03.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der alte Mac SE bleibt auf dem Schrank. Alte Kabel und ein alter PC werden aber entsorgt.

Der alte Mac SE bleibt auf dem Schrank. Alte Kabel und ein alter PC werden aber aus dem Homeoffice entsorgt. © Bernd Schlusemann

Das Leben im Homeoffice öffnet den Blick auch für Dinge, die für einen sonst keine große Bedeutung hatten. Jahrelang habe ich über meinen Monitor geblickt und nur Baumspitzen von meinem Arbeitsplatz aus gesehen. Das war für die Stunde im Arbeitszimmer am Abend nicht weiter störend.

Jetzt, nach mehreren Wochen im Homeoffice war mir das zu wenig. Ich habe einen freien Tag in dieser Woche genutzt und meinen Schreibtisch umgestellt. Jetzt habe ich den vollen Blick durch mein Fenster. Ich muss sagen, eine echte Verbesserung. Man weiß ja nicht, wie lange das Zimmer unter dem Dach noch der Haupt-Arbeitsplatz sein wird.

Umstellung und Fundstücke

Und was man bei so einer Umstellung alles findet. Am Samstag jedenfalls versuche ich mein Glück am Wertstoffhof. In der Ecke standen noch ein alter Rechner (PC) und eine Tüte mit Kabeln für Anschlüsse, die es kaum noch gibt. Für Experten: 50-polige Centronics-Stecker oder Token Ring Netzwerkkabel. Und sogar noch ein Wechselplattenlaufwerk mit der einst sagenhaften Kapazität von 200 MB stand in der Ecke. Fest steht, ich muss noch mehr aufräumen und „alte Schätze“ entsorgen.

Aber was sind meine kleinen Sichtprobleme und Fundstücke gegen die Sorgen eines Familienvaters, der in diesem Sommer seine Kids zu bespaßen hat. Vor Freibadbesuch und Urlaub steht ja noch ein großes Fragezeichen.

Bespaßung für die Kinder fällt ins Wasser

Ein Bekannter hat für die warmen Tage einen Pool, eine Abdeckung dafür und für die Reinigung Chlortabletten bei der hiesigen Filiale einer Baumarktkette bestellt. Die Idee hatten offenbar viele Väter. Am nächsten Tag wurde ihm mitgeteilt, dass Pool und Abdeckung vorläufig nicht lieferbar seien. Die Chlortabletten würden ihm aber kurzfristig zugestellt.

Da er mit seiner Rechnungssumme jetzt aber unter die Grenze für versandkostenfreie Lieferungen komme, müsse man ihm 3,90 Euro für die Zustellung berechnen. - Die Bestellung wurde storniert und der junge Vater hofft jetzt auf Angebote des lokalen Einzelhandels. Das ist auch viel besser so.

Soviel für heute aus dem Homeoffice. Von den zuvor berichteten Elstern und Kaninchen habe ich übrigens seit Tagen nichts mehr gesehen.

Bleiben Sie gesund!