Einblicke in den Corona-Alltag: Träumerei von einem normalen Tag

Coronavirus

Trotz weniger Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung halten viele Dinge unseren Redakteur Sascha Keirat auf Trab. Eine Träumerei, wie er einen ganz normalen Tag nutzen würde, erlaubt er sich aber.

Ahaus

, 29.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Konzertbesuche sind eine Aktivität, die viele in dieser Zeit vermissen. Auch unser Redakteur.

Konzertbesuche sind eine Aktivität, die viele in dieser Zeit vermissen. Auch unser Redakteur. © picture alliance / Thomas Frey

Beim Blick auf den Kalender erschrecke ich: Wahnsinn, fast schon Mai. Offenbar vergeht die Corona-Zeit mittlerweile genauso schnell, wie sie es in normalen Monaten tut. Ich hätte Mitte März, als das Ganze richtig losging, nicht wirklich damit gerechnet, dass wir heute noch so stark eingeschränkt sein würden. Dass ich meiner Tochter erklären müsste, dass sie ihren sechsten Geburtstag wohl nicht wie geplant feiern darf. Und dass wir sowieso erst mal gar keine Pläne mehr in diese Richtung schmieden bräuchten.

Doch auch so ist während der Wochen der Schockstarre, der Gewöhnung an die Umstände, der Fragen, wann das Schlimmste überwunden ist und wann es ansatzweise mit dem gewohnten Leben weitergehen kann, einiges passiert.

Hauskauf, anstehender Umzug und Einschulung halten uns beispielsweise auf Trab. Neben der Arbeit, die meine Frau und ich nach den Osterferien wieder aufgenommen haben (und froh sind, dass wir weiterhin arbeiten dürfen), ist viel zu organisieren. Da bleibt gar nicht so viel Zeit, um sich zu fragen, was man gerade alles nicht tun kann.

Doch bei einem Spaziergang – mittlerweile im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit eine sehr häufige Aktivität – habe ich mich mal gefragt, was ich tun würde, wenn plötzlich einen Tag lang alles wieder ganz normal wäre, ohne Virus.

Sagen wir mal ein Samstag. Morgens würde ich wohl NICHT ausschlafen, denn das ist seit Corona oft genug möglich. Vormittags mit den Kids ins Schwimmbad, dann schön mit der Familie mittagessen, mit Freunden ins Fußballstadion und abends nach dem Restaurantbesuch auf ein Konzert. Und wenn die Kraft es dann noch zulässt, auf einen Schlummertrunk in die Kneipe...

Doch Schluss mit der Träumerei. Stattdessen probiere ich, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die Corona vielleicht sogar verbessert hat: Mehr Sport treiben, mehr kochen, weniger Zeit beim Auto fahren verlieren und mehr von den Kids haben. Das ist doch auch was.

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