Einblicke in den Corona-Alltag: Wenn Ärger und Freud dicht beieinander liegen

Coronavirus

Das Ärger und Freud sehr eng beieinander liegen können, merkte Redakteur Till Goerke mal wieder am Montagnachmittag. Dabei spielten ein SUV, eine Einfahrt und ein Müllwagen die Hauptrollen.

Ahaus

, 18.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schon dreist, wie der SUV-Fahrer geparkt hatte.

Schon dreist, wie der SUV-Fahrer geparkt hatte - mit gleich zwei Verstößen auf einmal. © Till Goerke

Stück für Stück kehrt der Alltag zurück. Und doch ist die Corona-Krise noch praktisch jederzeit allgegenwärtig. Ganz gleich ob beim Einkaufen, Restaurantbesuch oder in der Freizeit. Und nicht zu vergessen bei der Arbeit. Bei uns im Hause ist das Zauberwort nach wie vor Homeoffice. Klagen? Nein. Heimarbeit eröffnet schließlich ganz neue Möglichkeiten. Wenngleich dabei Ärger und Freude manchmal sehr dicht beieinander liegen.

So wie am Montagnachmittag. Da ich noch einige Dinge zu erledigen hatte, habe ich die Mittagspause dafür genutzt. Vorteil Heimarbeit. Doch als ich nach etwa 30 Minuten zurück kam, schwoll mir der Kamm. Unerhört, was sich da vor meiner Haustür abspielte.

Unnötiges Rangieren war angesagt

Da hatte sich doch tatsächlich ein formatfüllender SUV ins Halteverbot und damit unmittelbar vor unsere Hofeinfahrt geparkt. Noch dazu ist der dafür verbotener Weise in eine Einbahnstraße gefahren. Unverschämt. Zur Erklärung: Die Straße ist so schmal, das ein Einschlagen unmittelbar hinter dem SUV, um in die enge Einfahrt zu kommen, nicht möglich war. Rangieren und Wenden war angesagt.

Und der Halter des SUV? Stieg in aller Seelenruhe aus und grinste mich an. Pah. Ob der denn nicht sehe, was er da für einen Mist mache, fragte ich ihn daraufhin durch das herunter gekurbelte Fenster. Antwort: „Doch, aber ich hab es eilig.“ Und mit diesen Worten verschwand er im Haus nebenan. Was tun?

Müllwagen sorgt für Heiterkeit

Einen Moment dachte ich nach. Dann kam es mir in den Sinn. Zwei Straßen weiter hatte ich doch den Müllabfuhrwagen überholt. Und der würde auch noch bei uns vorbeikommen. Bei der engen Straßen garantiert wenig förderlich für die Außenspiegel des breiten SUV.

Keine zehn Minuten später rollte der Müllwagen tatsächlich an. Das hatte auch der SUV-Fahrer mitbekommen. Voller Panik kam er angelaufen, sprang in sein Auto, verlor dabei sogar noch seine Zigaretten und düste rückwärts hinfort. Ein herrliches Bild. Und schon war der Ärger bei mir verfolgen. Späte Gerechtigkeit. Welch Freude.