Meinung

Einsame Fraktionsspitze hält am alten Spielplatz fest

Die angedachte Erweiterung von Euronics XXL Dieker bringt einen Graben an die Oberfläche: Die SPD-Fraktion im Rat zieht nicht an einem Strang. Kein gutes Zeichen, findet unser Autor.
Zankapfel Erweiterungsfläche: Die Ahauser SPD-Fraktion zeigt sich sehr uneins, wenn es um die zukünftige Nutzung der Fläche im Scharfland geht. © Stephan Rape

Ein Unternehmen in Ahaus will direkt in der Nachbarschaft erweitern. So weit, so unspektakulär. Läge die Erweiterung nicht auf einem ehemaligen Spielplatz.

Ok, Eltern, Jugendamt und Jugendhilfeausschuss waren sich einig, dass der Spielplatz schon lange und auch in Zukunft nicht mehr gebraucht wird. Die letzten Spielgeräte wurden vor Jahren abgebaut. Der nächste kleine Spielplatz ist 300 Meter entfernt, bis zum Leuchtturmspielplatz im Schlossgarten ist es ein knapper Kilometer.

Aber um den Spielplatz geht’s auch gar nicht: Die SPD hat der Entwidmung im Jugendhilfeausschuss zugestimmt. Der Beschluss fiel einstimmig. Eine entwidmete Fläche wiederum kann, sie muss aber nicht freigehalten werden.

Gemeinsame Entscheidung oder Alleingang?

Auch wenn weder Andreas Dönnebrink noch Hermann-Josef Herickhoff im Jugendhilfeausschuss sitzen, gehe ich doch davon aus, dass die SPD-Fraktion sich vor Ausschüssen gemeinsam Gedanken macht. Also muss sie ja mehrheitlich einverstanden gewesen sein, den Spielplatz zu entwidmen.

Alles andere ließe mehrere Schlüsse zu: Die SPD bereitet ihre Entscheidungen nicht gemeinsam vor. Oder Andreas Dönnebrink bringt die Fraktion als Vorsitzender zu keinem Konsens, den er dann auch nach außen vertritt. Oder er schert sich nicht um den Konsens und macht im Nachhinein was er will. Nichts davon wäre ein gutes Zeichen für die Ahauser Sozialdemokratie.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.