Mit einer deutlich abgekürzten Veranstaltung wurden am Samstag die 77 Abiturientinnen und Abiturienten des Alexander-Hegius-Gymnasiums verabschiedet. © Elvira Meisel-Kemper
Zeugnisübergabe

Endlich wieder eine Abiturfeier am Alexander-Hegius-Gymnasium

Unter besonderen Auflagen konnten die 77 Abiturienten des Alexander-Hegius-Gymnasiums in der Stadthalle in zwei Etappen verabschiedet werden.

Wegen der Corona-Bestimmung war hatte das Alexander-Hegius-Gymnasium die Feier für seine Abiturientinnen und Abiturienten in der Stadthalle am Samstag deutlich abgekürzt: keine Musik und kurze Reden markierten die immer noch von Corona geprägte Veranstaltung für die 77 Abschlussschüler.

„Ich bin froh, das wir das heute überhaupt machen können“, leitete Schulleiter Michael Hilbk seine Rede ein. Sein Dank galt allen, die daran mitgewirkt haben und besonders seiner Kollegin Stephanie Müller. Hoffnung, Optimismus und Freude gehören zur Jugend dazu.

Die Schülersprecher Jost Niehues (l.) und Gabriel Hackenfort verabschiedeten sich mit einer kurzen Rede.
Die Schülersprecher Jost Niehues (l.) und Gabriel Hackenfort verabschiedeten sich mit einer kurzen Rede. © Elvira Meisel-Kemper © Elvira Meisel-Kemper

„Ich konnte unbändige Freude bei ihnen erleben, musste aber den Mahner spielen. Wir alle waren nicht auf Corona vorbereitet. Dennoch haben sich alle an die Regeln gehalten“, lobte Hilbk.

Jugendliche mussten auf Vieles verzichten

Er sah auch, dass die Jugendlichen auf vieles verzichten mussten. „Ausreizen gehört zur Persönlichkeitsentwicklung bei den Jugendlichen dazu. Gerade die Jugendlichen mussten über ein Jahr lang ihre Wünsche und Bedürfnisse für die Älteren zurückstellen. Trotz aller Einschränkungen sind sie ans Ziel gekommen“, markierte Hilbk den wichtigen Etappensieg der Abiturienten.

Schulleiter Michael Hilbk betonte, wie diszipliniert die Schülerinnen und Schüler sich während der Pandemie verhalten hätten. Und das, wo sie auf so viel hätten verzichten müssen.
Schulleiter Michael Hilbk betonte, wie diszipliniert die Schülerinnen und Schüler sich während der Pandemie verhalten hätten. Und das, wo sie auf so viel hätten verzichten müssen. © Elvira Meisel-Kemper © Elvira Meisel-Kemper

Vieles habe sie geprägt in dieser Zeit, was sie in der Zukunft gut nutzen können. Kompetenzen wie Stressresistenz, routinierter Umgang mit IT und Digitalen erwarte die Wirtschaft. „Die Verantwortung für eine lebenswertere Welt liegt in ihren Händen. Gestalten sie unsere Demokratie mit. Machen sie sie zu einer lebendigen Demokratie, denn sie sind die Stützen der Gesellschaft von morgen“, endete Hilbk.

Jede Erfahrung bringt im Leben weiter

Bürgermeisterin Karola Voß interessierte sich am Anfang ihres Grußwortes dafür, wieviele der anwesenden Eltern ihr Abitur ebenfalls auf diesem Gymnasium gemacht haben. Das waren eine ganze Reihe. Jeder Absolvent habe unterschiedliche Eigenschaften und unterschiedliches Potential. Immer wieder zitierte sie Albert Einstein, der den Sinn des Lebens eines Menschen nicht im Erfolg sah, sondern darin, wie wertvoll er sei. „Auch alles, was nicht so gut läuft, bringt sie weiter“, ergänzte Voß.

Den Schlusspunkt der Reden vor der Zeugnisausgabe setzten die Schülersprecher Jost Niehues und Gabriel Hackenfort: „In der Pandemie mussten wir unseren Tagesablauf neu takten. Auch die Lehrer hatten es nicht immer einfach mit uns. Mit dem Zeugnis in der Tasche stehen uns jetzt alle Türen offen.“

Über die Autorin
Freie Journalistin
Elvira Meisel-Kemper ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie hat Erfahrung als Autorin, Kunstvermittlerin, Projektbegleiterin und in der Fotografie. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der Kunstszene des Münsterlandes.
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Elvira Meisel-Kemper

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