Ukraine-Krieg

Erste Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind im Kreis Borken angekommen

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine kommen jetzt verstärkt im Kreis Borken an. Bislang waren Einzelpersonen privat untergebracht worden, in Gronau kam jetzt erstmals eine Gruppe von 19 Ukrainern an.
Ein Mädchen aus der Ukraine hält einen Hund, als sie mit einer anderen Frau am Grenzübergang ankommt (Symbolbild). Der Kreis Borken meldet, dass auch im Westmünsterland vermehrt Kriegsflüchtlinge eintreffen.
Ein Mädchen aus der Ukraine hält einen Hund, als sie mit einer anderen Frau am Grenzübergang ankommt (Symbolbild). Der Kreis Borken meldet, dass auch im Westmünsterland vermehrt Kriegsflüchtlinge eintreffen. © picture alliance/dpa/AP

Wie der Kreis Borken am Dienstagabend mitteilte, sind inzwischen verstärkt Kriegsflüchtlinge im Westmünsterland angekommen. „Bisher waren es in der Regel nur Einzelpersonen bzw. Kleingruppen, die privat untergebracht sind. Am Dienstag (01. März) ist zudem erstmals auch eine Gruppe von 19 Personen in Gronau eingetroffen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere größere Gruppen sind von privaten Initiativen für die nächsten Stunden beziehungsweise im Laufe des Donnerstages angekündigt. Bei der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung sind bisher erst 13 ukrainische Flüchtlinge registriert. Hier geht man davon aus, dass die Zahl schnell deutlich ansteigen wird.

Sondersprechstunden für Kriegsflüchtlinge einrichten

Es gibt daher bereits Überlegungen, Sondersprechstunden für diesen Personenkreis einzurichten. Laut Kreis Borken ist es auf jeden Fall wichtig, dass sich die ins Kreisgebiet eingereisten Personen bei der Ausländerbehörde über die Hotline-Telefonnummer 02861/681-2500 (erreichbar montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an ukraine-hilfe@kreis-borken.de unverzüglich melden. Sie können sich auch direkt via Internet beim Kreis Borken registrieren.

60 Einwohner haben sich als Sprachmittler gemeldet

Beim „Kommunalen Integrationszentrum Kreis Borken“ (KI) haben sich inzwischen rund 60 ukrainisch und/oder russisch sprechende Personen aus dem ganzen Kreisgebiet als Sprachmittler gemeldet. Sie wollen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die ins Westmünsterland kommen, als Übersetzer zur Seite stehen. Zunächst 30 von ihnen erhalten nun Anfang der kommenden Woche eine Einweisung in die Tätigkeit der Sprachmittlung.

In der „Koordinierungsstelle Ukraine“ des Kreises Borken kommen telefonisch oder per E-Mail zahlreiche Anfragen und Hilfsangebote herein. Dabei geht es neben Unterbringungsangeboten, die an die hiesigen Städte und Gemeinden weitergeleitet wurden, inzwischen vor allem um die Zurverfügungstellung von Sachspenden für ukrainische Flüchtlinge.

Hier gelte es allerdings noch die konkreten Bedarfe der im Kreis Borken eintreffenden Personen abzuwarten, die sich in den nächsten Tagen abzeichnen werden, hieß es dazu aus dem Kreishaus. Die Koordinierungsstelle ist unter der Telefonnummer 02861/681-2500 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr) und der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@kreis-borken.de zu erreichen.

Kreis im engen Kontakt mit dem Partnerkreis Wroclaw/Breslau

Weiterhin gibt es engen Kontakt mit dem Partnerkreis Wroclaw/Breslau. Im Rahmen einer Videokonferenz konnte der Kreis Borken den polnischen Freunden melden, dass die von ihnen u. a. für das Krankenhaus in einer ukrainischen Partnerkommune sowie für die Betreuung von Flüchtlingen vor Ort hereingegebene Liste dringend erforderlicher Güter versandfertig gemacht und voraussichtlich am Samstag nach Breslau transportiert wird. Von dort wird dann die Weiterleitung von Materialien an den Zielort in der Ukraine koordiniert.

Durch Vermittlung von Landrat Dr. Kai Zwicker wird ein großer in Gronau ansässiger Lebensmittel-Discounter die Hilfslieferung aus dem Kreis Borken vor allem um Lebensmittelkonserven und Hygieneartikel ergänzen und ein Heeker Blockheizkraft-Hersteller wird in einem zweiten Fahrzeug unter anderem auch mobile Zusatzakkus („Powerbanks“) mit auf den Weg bringen.

Der Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung Borken steht im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet zu den sozialleistungsrechtlichen Aspekten und hat dazu auch inzwischen auch erste Antworten auf häufig gestellte Fragen („FAQs“) ins Internet gestellt. Dabei geht es um die Themen Sozialleistungen, Krankenbehandlung und Arbeit. Zu finden sind diese Informationen im – fortlaufend aktualisierten –Internetangebot des Kreises Borken.

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