Etüden verteuert

Ahaus Der Unterricht an der Musikschule der Stadt Ahaus wird teurer. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung einer Anhebung der Entgelte um rund fünf Prozent beschlossen, und zwar einstimmig - oder unisono, um es musikalisch auszudrücken.

22.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Etüden verteuert

Damit steigen zum Beispiel die Kosten für die Musikalische Früherziehung um einen auf 20 Euro und für den Instrumentalunterricht je nach Gruppengröße auf 30 bis 40 Euro. Für den Einzelunterricht werden 54 Euro für 30 Minuten und 69 Euro für 45 Minuten fällig. Die Einnahmen werden sich mit den neuen Entgeltsätzen voraussichtlich um rund 18 000 auf 392 000 Euro erhöhen. Damit wird die von der Stadt grundsätzlich angestrebte Kostendeckung von rund 50 Prozent wieder erreicht. Für das Jahr 2008 kündigte Schul- und Kulturdezernent Hermann Kühlkamp in der Ratssitzung eine "generelle Überprüfung der Strukturen der Musikschule" an. Hintergrund ist die demographische Entwicklung, die die Zahl der Musikschüler schrumpfen lässt. Zum anderen hat sich in Ahaus eine private Musikschule als Mitbewerber etabliert. "Wir werden in den nächsten Wochen in Workshops mit allen Beteiligten - Musikschullehrern, Politikern, Verwaltungsleuten und dem Förderverein - überlegen, welche Ziele wir anstreben und wie wir unser Angebot optimieren können", so Kühlkamp. Begleitet wird der Prozess von der KGSt aus Köln, einem Fachverband für kommunales Management. Erste Ergebnisse werden im April erwartet.

Flexibleres Angebot

Musikschulleiter Alfred Zamhöfer (Foto) hat bereits erste Ideen. "Wir wollen im Projektbereich Angebote für Erwachsene machen. Wir denken auch über individuellere Angebote nach, zum Beispiel gemeinsame Klavierstunden für Mütter und Kinder." gro

<p>Vielsaitiges Angebot: Geigenunterricht in der Musikschule.</p>

<p>Vielsaitiges Angebot: Geigenunterricht in der Musikschule.</p>

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