EUTB eröffnet Wanderausstellung „Mein Budget - mehr als Geld“ in Sparkasse

EUTB Austellung Eröffnung

Eine Ausstellung „Mein Budget - mehr als Geld“ für Menschen mit Behinderung ist für die nächsten zwei Wochen in der Sparkassen-Hauptstelle zu sehen - eine Aktion der EUTB.

Ahaus

von Malena Stöhler

, 27.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
EUTB eröffnet Wanderausstellung „Mein Budget - mehr als Geld“ in Sparkasse

Werner Leuker (Stadt Ahaus, v.l.), Karola Voß (Bürgermeisterin), Clemens Speyer (EUTB), Ingmar Wenzel (Sparkassen-Filialdirektor) und Maria Meiners (EUTB) eröffneten die Ausstellung. © Malena Stöhler

Wenn die Ahauser die Sparkassen-Hauptstelle an der Bahnhofstraße in den nächsten zwei Wochen aufsuchen, werden sie nicht nur auf die typischen Bankautomaten und Bankkaufleute treffen. Vom 25. Februar bis zum 8. März gastiert hier nämlich die Wanderausstellung „Mein Budget – mehr als Geld“ der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabe-Beratung (EUTB) im Foyer.

Fünf große Aufsteller verteilen sich in der linken Ecke des Eingangsbereichs. Auf jedem Aufsteller werden verschiedene Geschichten erzählt, die tiefe Einblick gewähren. Personen sind abgebildet, die alle in Sprechblasen über das gleiche Thema erzählen – ihre ganz eigenen Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget.

Hilfeleistung von der Kasse

Das Persönliche Budget ist eine Hilfeleistung vom Staat für Menschen mit Behinderung. „Mit der Ausstellung soll auf das Persönliche Budget aufmerksam gemacht werden, sodass mehr Leute davon wissen und es mehr genutzt wird“, erklärt Clemens Speyer von der EUTB.

„Menschen mit Behinderung bekommen Hilfeleistungen von den Krankenkassen. Das Geld wird aber meistens von den Trägern selbst zugewiesen. Die Menschen selbst haben dabei meist keinen Einfluss auf die Verwendung des Geldes“, sagt Clemens Speyer. Aber genau das soll durch das Persönliche Budget geändert werden. Teilhabe ist dabei das Stichwort.

So können dabei Menschen mit Behinderung eine Assistenz für den Haushalt beschäftigen oder eine Assistenz, mit der sie gemeinsam ins Kino gehen können. Bezahlt werden die Assistenz-Pflegekräfte von einem Teil des Geldes der Krankenkassen, auf das Menschen mit Behinderung generell Anspruch haben.

Sparkasse stellt den Raum

So können auch sie „selbstbestimmt leben und am Leben teilnehmen“, erklärt Clemens Speyer das Konzept. Überprüft wird die Verwendung des Persönlichen Budgets einmal im Jahr vom Bund. Die EUTB will mit der Ausstellung auch auf sich als Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung aufmerksam machen. „Ich finde das Konzept der EUTB gut. Vor allem, dass Betroffene Betroffenen helfen. Für Menschen mit Behinderung ist der Gang zur Behörde oftmals ein schwieriger Schritt, und gerade dabei hilft die EUTB“, sagt Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. Neben ihr waren auch Werner Leuker, Beigeordneter der Stadt Ahaus, Clemens Speyer und Maria Meiners von der EUTB und Ingmar Wenzel, Sparkassen-Filialdirektor, bei der Eröffnung anwesend.

„Für uns war es selbstverständlich, dass wir der Wanderausstellung bei uns in der Filiale einen öffentlichen Raum bieten“, so Ingmar Wenzel. Die Ausstellung Persönliches Budget passe ihrer Meinung nach auch vom Thema sehr gut in die Sparkasse fügt Karola Voß lachend hinzu. Clemens Speyer macht noch darauf aufmerksam, dass die EUTB, die auch in Ahaus und Borken ansässig ist, keine Konkurrenz für andere Beratungsstellen sei, sondern nur ein Wegbereiter zu den richtigen Beratungsstellen. „Die Menschen mit Behinderung sind meist überfordert und wissen gar nicht, wo sie hingehen sollen. Dann ist es unsere Aufgabe, den Menschen Orientierung zu geben.“

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