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Falsche Verdächtigung kommt 24-Jährigen teuer zu stehen

Gerichtsverhandlung

Kleinlaut und voll geständig erschien ein 24-jähriger Auszubildender aus Ahaus vor dem Amtsgericht. Die Anklage: falsche Verdächtigung.

Ahaus

, 09.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Wegen falscher Verdächtigung musste sich ein Ahauser vor Gericht verantworten. Er hatte auf den Rat eines Freundes eine dritte Person des Handels mit Marihuana und anderen Betäubungsmitteln beschuldigt. Er selber habe Drogen angeboten bekommen und erworben. Das zeigten die Freunde im Frühjahr 2018 an. Das ging nach hinten los.

Im September wurde der Angeklagte wegen illegalem Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe verurteilt. Als Zeuge im Prozess gegen die dritte Person gab der 24-Jährige dann zu, dass er und sein Freund mit dem Beschuldigten nur mitgeraucht hätten. Das führte zum neuen Prozess wegen falscher Verdächtigung.

Ahauser ist geständig

„Warum haben Sie nicht das klärende Gespräch mit ihm gesucht und sind gleich zur Polizei gegangen?“, fragte der Richter. Nach hilflosem Achselzucken gab er an, dass ihm Zweifel gekommen seien und er deshalb als Zeuge seine Aussage korrigiert habe.

„Es ist positiv für Sie, dass Sie geständig sind“, lobte der Richter und folgte der Vorgabe der Staatsanwältin: 30 Tagessätze zu je 15 Euro muss der Angeklagte an die Staatskasse zahlen. „Sie wollten der dritten Person wohl eins auswischen. Das ist strafbar. Mit der Geldstrafe bleiben wir am unteren Ende dessen, was noch geht“, begründete der Richter, wobei die früheren Geständnisse des Angeklagten strafmildernd berücksichtigt wurden.

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