FC Ottenstein nutzt 100.000 Euro vom Land für Sanierung der Umkleiden

mlzSport-Fördermittel

Was macht man mit 100.000 Euro? Die soll der FC Ottenstein vom Land NRW bekommen. Vorsitzender Frank Lefering plant sogar mit viel mehr Geld. Geld für die dringliche Sanierung der Umkleiden.

Ahaus

, 04.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der Vereins-Homepage sind die guten Nachrichten aus Düsseldorf, die Heike Wermer (CDU,MdL) überbrachte, bereits zu lesen: Der FC Ottenstein und der VfL Ahaus erhalten jeweils 100.000 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Für Frank Lefering, Vorsitzender des FC, ist das ein echter Grund zur Freude und die Möglichkeit, mit dem Geld das dringend notwendige Projekt zu starten: die Sanierung des Umkleidegebäudes.

Handlungsbedarf ist groß

Wie groß hier der Handlungsbedarf ist, erklärt Frank Lefering: „Das Umkleidegebäude ist 30 bis 40 Jahre alt und schon seit Jahren gibt es da einen Renovierungsrückstau, an manchen Stellen haben wir es mit regelrechten Schandflecken zu tun.“ Das Stromnetz sei marode, der Sanitärbereich auch. Auch in Einträgen auf der Vereinsseite ist nachzulesen, wie unbefriedigend die Situation dort auch von sportlichen Gästen beschrieben wird.

Gesamt-Paket soll 300.000 Euro kosten

300.000 Euro hatte der Verein für die Umsetzung des Komplettpakets veranschlagt. Davon ist ein Drittel jetzt durch die Landesmittel erzielt. Frank Lefering plant aber schon jetzt, dass der Verein 200.000 Euro investieren kann. Aus Eigenmittel wie Resten aus der Finanzierung des Clubgebäude-Neubaus vor zehn Jahren und aus anderen Quellen. Damit sei die Finanzierung des Starts gesichert.

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Und der soll so aussehen: das Wichtigste zuerst. Heißt, dass im unteren Teil begonnen wird. Türen, Kabinen, Duschen, Sanitäranlagen, der komplette Elektro-Bereich - alles orientiert sich an den zeitgemäßen Anforderungen an moderne Sportstätten. Zudem spielt die energetische Sanierung eine wichtige Rolle. Allerdings sind die Fördermittel auch daran gebunden: Abreißen ist nicht erlaubt. Die Vorgabe heißt Modernisierung.

Hoffen auf weitere Unterstützung

Auf einen ursprünglich eingeplanten Baustein muss man allerdings vorerst verzichten. Eine Behindertentoilette ist zuerst nicht mehr vorgesehen. „Wenn noch Geld übrig bleibt, können wir auch noch andere Dinge überlegen“, sagt der Vorsitzende. Er hofft aber ohnehin auf weitere Unterstützer und Förderer, damit letztendlich doch noch eine Komplett-Sanierung realisiert werden kann. In dieser oder der nächsten Woche sollen erst einmal die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden. Als Einstieg.

Aus dem Förderprogramm des Landes gehen weitere Zuschüsse an Ahauser Vereine. 100.000 Euro erhält wie berichtet der TC Grün-Weiß für die Sanierung der Tennishalle und auch die Ottensteiner Reiter bekommen eine Finanzspritze. Mehr als 11.000 Euro fließen in einen neuen Boden für den Außenplatz.

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