Feuer breitet sich in trockener Vegetation rasend schnell aus

mlzFeuerwehr Ahaus

Pflanzen vor dem leer stehenden Hof am Kreisverkehr in Richtung Heek haben am Dienstag Feuer gefangen. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen, warnt aber vor der hohen Brandgefahr.

Ahaus

, 02.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Feuer in einem Gebüsch auf dem leerstehenden Hof am Kreisverkehr in Richtung Heek hat am Dienstagmittag rasend schnell um sich gegriffen.

Die Vegetation ist komplett ausgetrocknet. Ein Feuer kann sich daher rasend schnell ausbreiten.

Die Vegetation ist komplett ausgetrocknet. Ein Feuer kann sich daher rasend schnell ausbreiten. © Stephan Teine

Die Grünfläche vor dem leerstehenden Gebäude hatte bei Eintreffen der Feuerwehr komplett in Flammen gestanden. Einzelne Flammen waren auch auf das Gebäude übergeschlagen und haben die Fassade weiter beschädigt. Ins Innere des Hauses konnte sich das Feuer allerdings nicht mehr ausbreiten. Unter schwerem Atemschutz suchten Feuerwehrleute auch im Innern nach möglichen Glutnestern. Sie konnten jedoch nichts finden. Lediglich starker Rauch war in die Räume vorgedrungen.

Die umliegende Vegetation wurde von der Feuerwehr mit mehreren Schläuchen gewässert, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Radfahrerin bemerkte Flammen und reagierte richtig

Eine Radfahrerin hatte Rauch und Flammen bemerkt und direkt die Feuerwehr gerufen. „Genau richtig“, sagt Berthold Büter, Leiter der Ahauser Feuerwehr. Er selbst war als Einsatzleiter vor Ort.

Ohnehin sei die Gefahr für Vegetations- oder Waldbrände im Frühjahr besonders hoch. Nach den vergangenen heißen Sommern hat es auch in diesem Jahr schon wieder viel zu wenig geregnet.

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„Durch das extrem trockene Frühjahr ist die Vegetation komplett ausgetrocknet“, erklärt er nur Minuten nach dem Einsatz. Auch konnten junge Pflanzen wegen des Wassermangels nicht nachwachsen. „Es stehen also nur noch ausgetrocknete ältere Pflanzen“, sagt er.

Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache Ahaus sowie der Löschzug Ahaus der Freiwilligen Feuerwehr waren zu dem Feuer an dem leer stehenden Hof ausgerückt. Sie konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen.

Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache Ahaus sowie der Löschzug Ahaus der Freiwilligen Feuerwehr waren zu dem Feuer an dem leer stehenden Hof ausgerückt. Sie konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. © Stephan Teine

Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder eine Glasscherbe, die das Sonnenlicht unglücklich bündelt, reiche da schon aus, um ein Feuer mit immensem Schaden zu verursachen. Auch der heiße Katalysator eines Autos, das auf einem Grünstreifen geparkt wird, kann so ein Feuer schnell auslösen.

Schnelle Reaktion, kurze Anfahrtswege

„So wie hier hat die Zeugin schnell reagiert und wir hatten kurze Anfahrtswege“, beschreibt er das Einsatzgeschehen. Entsprechend schnell konnten die Flammen gelöscht werden. Das sehe natürlich im Außenbereich schon ganz anders aus. Ein Feuer könne sich dort schnell zu einer größeren Gefahr entwickeln, wenn die Feuerwehr zu spät alarmiert werde.

Eindringlich warnt er deswegen davor, glimmende Zigaretten oder anderen Müll einfach wegzuwerfen. Gleichzeitig bittet er darum, beim leisesten Verdacht auf ein Feuer direkt die Feuerwehr zu rufen. Nur so könne Schlimmeres verhindert werden. „Man kann es gar nicht oft genug sagen“, erklärt er.

Die Flammen hatten auch Teile der Fassade des Gebäudes beschädigt. Eine Schadenshöhe steht jedoch nicht fest.

Die Flammen hatten auch Teile der Fassade des Gebäudes beschädigt. Eine Schadenshöhe steht jedoch nicht fest. © Stephan Teine

Zur Brandursache machte die Feuerwehr vor Ort keine Angaben. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Auch Angaben zur Schadenshöhe gab es am Dienstagmittag noch nicht. Im Einsatz war die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Ahaus sowie der Löschzug Ahaus der Freiwilligen Feuerwehr.

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