Tierrechtsorganisation

Feuer in Alstätte: Tierrechtsorganisation Peta erstattet Strafanzeige

Bei einem Feuer auf einem Hof in Alstätte sind am vergangenen Wochenende Sauen und Ferkel umgekommen. „Gegen die Verantwortlichen“ hat die Tierrechtsorganisation Peta Strafanzeige gestellt.
70 Sauen und Hunderte Ferkel kamen um oder mussten eingeschläfert werden, nachdem im Nebengebäude eines Stalls in Alstätte ein Feuer ausgebrochen war. Die Tierrechtsorganisation Peta hat nun Strafanzeige gestellt. © 70 Sauen und Hunderte Ferkel kamen um oder mussten eingeschläfert werden, nachdem im Nebengebäude eines Stalls in Alstätte ein Feuer ausgebrochen war. Die Tierrechtsorganisation Peta hat nun Strafanzeige gestellt.

Wie die Tierrechtsorganisation Peta mitteilte, hat sie nach dem Feuer im Nebengebäude eines Schweinestall in Alstätte Strafanzeige gestellt. Durch Rauchgase waren Hunderte Ferkel und 70 Sauen umgekommen, oder nach dem Brand auf Veranlassung des Kreisveterinäramtes eingeschläfert worden.

„Peta weist darauf hin, dass jährlich Zehntausende Tiere bei Stallbränden sterben, weil die gesetzlichen Vorgaben unzureichend sind“, so die Tierrechtsorganisation in ihrer Mitteilung. So habe sie nun im aktuellen Fall bei der Staatsanwaltschaft Münster (Zweigstelle Bocholt) Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet.

Peta kritisiert mangelnde Brandschutzvorgaben

„Der Tod eines jeden Tieres, welches bei einem Stallbrand stirbt, wurde nach Auffassung von Peta aufgrund der mangelnden Brandschutzvorgaben billigend in Kauf genommen. Durch die landwirtschaftliche Tierhaltung werden diese unschuldigen Lebewesen schließlich überhaupt erst in eine leidverursachende Umgebung hinein gezüchtet“, heißt es weiter. Auch die Politik sei gefragt, gesetzliche Regelungen zu verschärfen, wird Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz, Petas Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie, zitiert.

Peta hat in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen kritisiert und stellt oft nach Bränden, bei denen viele Tiere umkommen, Strafanzeigen, „da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist“. Gerichtsverfahren haben sich im Westmünsterland noch nicht aus den Anzeigen der Tierrechtler ergeben.

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