Feuerwehr trainiert den Ernstfall an Alstätter Containerbetrieb

mlzHerbstübung

Eine „Verpuffung“ an einem Containerbetrieb hat die Löschzüge aus Alstätte, Wessum und Ottenstein gefordert. Bei der vorgezogenen Herbstübung arbeiteten die Feuerwehrleute Hand in Hand

Ahaus

, 24.06.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rauch steigt aus den Fenstern der Betriebshalle am Bocholder Esch auf. Einige Schaulustige stehen bereits am Straßenrand und sehen zu, wie mit Sirenengeheul das erste Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Alstätte um die Ecke biegt und anhält – genau sechs Minuten nach der Erstalarmierung. Es hat eine Verpuffung gegeben und Müll brennt in voller Ausdehnung.

Glücklicherweise handelt es sich dieses Mal lediglich um eine Übung, wie Übungsleiter Helmut Witte versichert. „Normalerweise ist das ja die Herbstübung, aber weil dieses Jahr der Feuerwehrleistungsnachweis in Alstätte ist, haben wir gesagt, wir machen das jetzt schon“, erklärt er. Rote Lichtschläuche und Holztafeln mit aufgemalten Flammen symbolisieren das Feuer. Es ist warm an diesem Samstagnachmittag, aber trotzdem tragen die Feuerwehrmänner, die aus dem Fahrzeug springen, zu ihrer Sicherheit Schutzanzüge und Helme.

Menschen vermisst

Alles muss blitzschnell gehen, denn in der „brennenden“ Halle des Containerbetriebs Göring werden werden vier Menschen vermisst. Einige legen bereits schweres Atemschutzgerät an, während andere die Schläuche anschließen. Wenige Minuten später treffen die Löschzüge aus Wessum und Ottenstein ein. Einsatzleiter Stefan Ellerkamp koordiniert die Arbeit der Feuerwehrleute, die sich vom Platz und von einem Nachbargrundstück aus mit mehreren C-Rohren an das Gebäude heranwagen.

Die 20 Wessumer und 13 Ottensteiner Kameraden arbeiten mit den Alstättern Hand in Hand und Helmut Witte ist zufrieden. „Wir haben jetzt die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz genommen. Sonst wären wir auch an die Aa herangegangen, aber das reicht uns diesmal“, erklärt er. Auf der anderen Seite der Halle kämpft sich der Atemschutztrupp durch den Qualm. Drei Mitarbeiter der Firma Göring mimen die Personen in Gefahr, die schließlich gerettet werden.

Einsatzübung schnell beendet

Genau 30 Minuten nach der Erstalarmierung ist der „Brand“ gelöscht und die Feuerwehrleute packen wieder zusammen. Inhaber Norbert Göring freut sich, dass die Feuerwehr seiner Einladung gefolgt ist. „Ich habe darum gebeten, denn in unserer Branche ist Feuer durchaus ein Thema“, sagt der Alstätter und zählt einige Brandfälle in Entsorgungsbetrieben in jüngster Vergangenheit auf.

Von der vorgezogenen Herbstübung profitieren also beide Seiten. „Ich halte das für sehr wichtig. Das ist eine Freiwillige Feuerwehr und keine Berufsfeuerwehr. Wir müssen froh sein, dass es Leute gibt, die ihre Zeit dafür opfern“, sagt Norbert Göring.

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