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Fraktionen attackieren Bürgermeisterin Karola Voß – die reagiert gelassen

mlzWirtschaft in Ahaus

CDU, FDP und Grüne haben in einer Pressemitteilung Bürgermeisterin Karola Voß kritisiert. Der Vorwurf: mangelnde Kommunikation bei der Neubesetzung der Stelle des Wirtschaftsförderers.

Ahaus

, 08.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Fehlende Transparenz, schlechte Kommunikation, Differenzen mit dem bisherigen Wirtschaftsförderer. Die gemeinsame Pressemitteilung von CDU-, FDP- und Grünen-Fraktion gleicht einem Knall. Dabei steht vor allem Bürgermeisterin Karola Voß als Verwaltungsspitze im Zentrum der Kritik.

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Den Stein ins Rollen brachte ein Bericht der Münsterland Zeitung, in dem die Versetzung des bisherigen Wirtschaftsförderers und die Suche nach einem Nachfolger thematisiert wurde. Auslöser: Mit breiter Mehrheit hatte der Rat in der vergangenen Sitzung beschlossen, den Posten neu zu besetzen. Der Ärger über den Status quo in der Wirtschaftsförderung schwelte fraktionsübergreifend schon länger.

Fraktionen beklagen „verpassten Neubeginn“

„Die Ratsfraktionen bedauern es, dass der nun beschlossene Neustart nicht offensiv kommuniziert und stattdessen ohne weitere Erklärungen einfach nur eine Stellenanzeige veröffentlicht wurde“, heißt es in der Presseerklärung. Eine der wesentlichen Überlegungen hinter der Neubesetzung sei schließlich gewesen, die Öffentlichkeitsarbeit der Wirtschaftsförderung zu verbessern. „Es hätte eine Chance darin gelegen, Bürger, Wirtschaft und Medien über die Entscheidung des Rates zu informieren“, sagt Dietmar Eisele (Grüne).



Reinhard Horst (FDP) deutet an, dass die Arbeit zwischen Stefan Hilbring, bisheriger Wirtschaftsförderer, und Bürgermeisterin nicht reibungslos verlief: „Leider war die Zusammenarbeit der Bürgermeisterin mit dem Wirtschaftsförderer nicht so, wie es für eine erfolgreiche Arbeit nötig gewesen wäre.“ In der Erklärung wird angedeutet, dass Hilbrings Handlungsspielraum durch zusätzliche Aufgaben in der Verwaltung eingeschränkt worden wäre.

Anna Reehuis bleibt alleinige Pressesprecherin

Dass Stefan Hilbring nun das Team „Presse- und Öffentlichkeit“ verstärkt – Anna Reehuis bleibt alleinige Pressesprecherin –, begrüßen die Fraktionen ausdrücklich. Aber auch hier gibt es laut der drei Fraktionen etwas klarzustellen. Konkret geht es um die genaue Stellenbezeichnung.


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„Es wurde mit eindeutiger Mehrheit im Rat beschlossen, dass keine dauerhafte zusätzliche Stelle im Büro der Bürgermeisterin geschaffen wird“, betont Thomas Vortkamp, Fraktionsvorsitzender der CDU. Der sogenannte kw-Vermerk (für „künftig wegfallend“) bei der neu geschaffenen Stelle besagt, dass die Stelle an die Person Stefan Hilbring geknüpft ist. Zum Hintergrund: Karola Voß hatte sich bereits vor zwei Jahren dafür stark gemacht, die Öffentlichkeitsarbeit dauerhaft personell zu verstärken. Ihr Antrag wurde jedoch vom Rat abgeschmettert.

Angesprochen auf die Vorwürfe, reagierte Bürgermeisterin Karola Voß am Montag gelassen: „Als Bürgermeisterin stehe ich hinter meinem bisherigen Vorgehen im Aufgabenbereich Wirtschaftsförderung. Ein offener Dialog mit den Ratsmitgliedern ist mir sehr wichtig. Selbstverständlich stand und stehe ich in allen Angelegenheiten für Gespräche immer zur Verfügung.“

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