Franziskushauptschule setzt verstärkt auf Realschulabschlüsse

AHAUS Die Franziskusschule will für gute Schüler attraktiver werden. Ihr Konzept heißt: "Hauptschule plus" und zielt auf den Realschulabschluss.

03.03.2009, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Franziskushauptschule setzt verstärkt auf Realschulabschlüsse

<p>Martin Kissenkötter, Leiter der Franziskusschule, hat am Montag im Schulausschuss sein neues Hauptschulkonzept vorge- stellt. Grothues</p>

"Wir brauchen gute Schüler, die auch die schwächeren mitziehen können", erklärte Schulleiter Martin Kissenkötter am Montagabend im Schul- und Kulturausschuss der Stadt Ahaus. Sein Konzept "Hauptschule plus" stieß dort auf große Zustimmung.

Keine Sitzenbleiber

Kissenkötter nannte drei Hauptziele: "Wir wollen mehr qualifizierte Mittlere Bildungsabschlüsse. Wir wollen unnötigen Schulformwechsel nach 'unten' vermeiden. Und wir wollen keine Sitzenbleiber bis einschließlich Klasse 8."

Wie sollen diese Ziele erreicht werden? Kissenkötters Antwort auf diese Frage heißt "fordern und fördern" im gemeinsamen Unterricht und durch zusätzliche individuelle Angebote für stärkere und schwächere Schüler. "Das Stundenpotenzial dafür ist durch den gebundenen Ganztag an unserer Schule durchaus vorhanden."

 Neben dem Hauptschulabschluss soll der Realschulabschluss an der Franziskusschule ein stärkeres Gewicht bekommen und weitere schulische Perspektiven eröffnen. Zum Beispiel auch durch die Einführung von Niederländisch als zweiter verpflichtender Fremdsprache. Das, so Kissenkötter, bringe im hiesigen Raum nicht nur Vorteile fürs Berufsleben. Die zweite Fremdsprache erleichtere guten Hauptschülern auch den Sprung in die gymnasiale Oberstufe. Der Schulleiter betonte, dass die Qualitätsentwicklung nicht zu Lasten des praxisorientierten Profils der Franziskusschule umgesetzt werde. "Wir werden das eine tun ohne das andere zu lassen."

Scheitern ersparen

Die Qualitätsoffensive zielt insbesondere auf Viertklässler mit eingeschränkter Realschulempfehlung. Ihnen, so Kissenkötter, könne die Hauptschule in deutlich kleineren Klassen attraktive Perspektiven bieten. "Für diese Schüler ist es besser, sie kommen direkt zu uns, als dass sie vorher an der Realschule die Erfahrung des Scheiterns machen müssen." gro

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