In Ottenstein hüpfen einige Kaninchen durch die Gegend. Sie haben sich vermutlich schon mit Wildkaninchen gepaart. © picture alliance / dpa
Meinung

Freilaufende Kaninchen in Ottenstein: Tiere aussetzen geht gar nicht!

In Ottenstein hüpfen schon seit einiger Zeit süße Kaninchen durch die Gegend. So schön das auch aussehen mag, Tiere aussetzen geht einfach gar nicht, findet Redakteurin Laura Schulz-Gahmen.

Durch Ottenstein laufen etwa 20 bis 30 wilde Kaninchen und zwar schon seit Längerem. Ja klar, es ist sicherlich schön anzusehen, wenn diese wirklich zauberhaften, bunten und niedlichen Kaninchen durch die Gegend hüpfen und sich jeder, der sie sieht, an ihrem Anblick erfreuen kann. Aber ganz ehrlich? So zauberhaft ist es nicht, denn die Tiere sind nicht für die Natur gemacht, sie sind domestiziert.

Haustiere gehören nicht ausgesetzt

Das heißt, sie wurden lange Zeit immer weiter gezüchtet und zwar in Richtung Haushalt. Sie sind für die Natur einfach nicht mehr ausgerichtet. Das Fluchtverhalten, das Wildkaninchen besitzen, haben Hauskaninchen nicht mehr, sie erkennen Gefahr deutlich langsamer als ihre wilden Artgenossen und sind so deutlich eher gefährdet in freier Wildbahn.

Auch wissen Wildkaninchen sehr genau, welche Pflanzen genießbar sind und welche giftig sind. Hauskaninchen haben das verlernt und kennen die Gefahr, die von giftigen Blumen ausgeht, nicht mehr.

Tiere bedeuten Verantwortung

Wer sich ein Tier anschafft, der sollte sich bewusst sein, dass dieses Tier Arbeit macht und einen auf Jahre begleiten wird. Wer merkt, dass ihm sein Tier zu viel Arbeit macht, der sollte doch bitte den Mut haben, es beim Tierheim abzugeben, statt es einfach der Gefahr der Natur auszusetzen. Hier lauert außerdem derzeit die für Wildkaninchen und Hauskaninchen gefährliche Wildkaninchen-Pest.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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