Funkenmariechen trainiert hart für ihren großen Auftritt

Lea Grubbe

Gesprungener Spagat? Kein Problem! Beine schmeißen? Mit Leichtigkeit! Bogengang? Locker! Was Lea Grubbe vorführt, sieht so einfach und elegant aus, als könne man es mal eben nachmachen. Die 16-jährige ist sehr gelenkig und sportlich. Das muss sie auch sein: Lea ist Funkenmariechen.

WÜLLEN

, 28.01.2016, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Große Sprünge im Karneval sind für Lea Grubbe überhaupt kein Problem. Die 16-Jährige ist das Funkenmariechen des Karnevalsvereins Klein Köln Wüllen. Als Tänzerin und Turnerin ist Lea durchtrainiert und gelenkig.

Große Sprünge im Karneval sind für Lea Grubbe überhaupt kein Problem. Die 16-Jährige ist das Funkenmariechen des Karnevalsvereins Klein Köln Wüllen. Als Tänzerin und Turnerin ist Lea durchtrainiert und gelenkig.

Hartes Training steckt hinter so viel Beweglichkeit: Dreimal in der Woche betreibt die 16-Jährige allein ihren Leistungssport. Beste Grundvoraussetzungen also für den Posten als Mariechen, an den die geübte Turnerin eher zufällig kam: Als ihre Vorgängerin im Amt, Ramona Ostendorf, wegen ihres Studiums aufhört, klingelt bei Lea das Telefon. "Ich habe mich so gefreut, als ich gefragt wurde".

Seitdem steht noch mehr Sport auf dem Programm: Das Training für ihre Auftritte als Funkenmariechen. Die Choreografie muss sie einstudieren, jeder Schritt, jede Figur muss sitzen. Mehrere hundert Karnevalsfreunde schauen der 16-Jährigen zu, wenn sie ihren Solotanz aufführt, beim Gala-Abend in der Klein-Köln-Arena, beim Seniorenkarneval oder am Rosensonntag. Mit auf der Bühne ist die Prinzengarde, die mit Mariechen Lea auch einige Hebefiguren vorführt.

Erste Tanzschritte

Ihre ersten Tanzschritte im Karneval macht Lea schon früh: Angefangen hat sie bei den Minis. Dort tanzt Lea, bis sie sieben Jahre alt ist. Die Garde der Blauen Funken für die 13- bis 15-Jährigen hat Lea übersprungen: Zu voll. Statt auf der Warteliste der beliebten Tanzgarde zu stehen, heißt es für Lea rot-weiße Uniform, Rock, weiße Tanzschuhe. "Die Zöpfe flechtet meine Mama", schmunzelt Lea. Manchmal hilft auch Freundin Christin oder Trainerin Caroline Kortbus.

Die 32-Jährige dehnt Leas Beine vor jedem Training, damit das Spagat auch richtig sitzt. Dehnbar ist die geübte Turnerin, jedes Bein kann man ihr bis zur Wand nach oben drücken. Nur links geht es etwas schlechter. "Das ist mein schlechtes Bein", meint Lea. Bevor die Musik startet, hüpft das Funkenmariechen durch den Übungsraum der Karnevalshalle von Klein-Köln an der Andreasstraße, um richtig warm zu werden.

Kondition muss sein

Dann startet ein Medley von Helene Fischer. Drei Minuten ist das Stück lang. Bei so viel Anstrengung eine kleine Ewigkeit. "Kondition muss man schon haben, die muss da sein", weiß die Trainerin. Lea zeigt gardistische Elemente wie Marschieren, Kreuz-, und Ferse-Spitze-Schritte, Beinschwünge, Drehungen und Pirouetten. "Wir haben ganz viele akrobatische Elemente vom Turnen in die Choreografie mit eingebaut", sagt Caroline Kortbus. Rad, Brücke und natürlich das Spagat, gesprungen.

Lea ist Profi, man merkt ihr nicht an, wie anstrengend ihre Vorführung ist, stets hat sie ein bezauberndes Lächeln auf den Lippen. Sogar, wenn ihr ihre Zöpfe durchs Gesicht fliegen. Einen kleinen Moment durchatmen, dann folgt die Zugabe. Am entspanntesten ist der Weg zum Auftritt: Zur Bühne wird Funkemariechen Lea nämlich getragen. Lea tritt auf beim großen Galaabend von Klein-Köln am Samstag, 30. Januar, Am Spieker. Beginn ist 19.30 Uhr. Karteninformationen bei Christian Rotz, Tel. (0172)

1722340.

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