Geldinstitute stellen von Papier auf PDF um

Beim Online-Banking

Online oder analog? Zumindest beim Bankkonto hat sich das bisher nicht ausgeschlossen. Auch Online-Kunden der gängigen Sparinstitute konnten bis dato ihre Kontoauszüge im Papierformat am Schalter in einer Filiale ziehen. Damit soll jetzt Schluss sein, wenn man der Umstellung auf das elektronische Postfach nicht widersprochen hat.

AHAUS

, 21.01.2016, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit kurzem müssen sich nämlich Sparkassenkunden, die über ein Online-Konto verfügen, unter Umständen umstellen. Dann bleibt der Schlitz am Automaten für Kontoauszüge für sie nämlich leer - den Kontoauszug gibt es dann quasi nur noch im elektronischen PDF-Format. "Es sind keine neuen Auszüge vorhanden", zeigt der Monitor dann an, wenn man am Kontoauszugsdrucker in der Filiale seine Scheckkarte zückt.

"Über das elektronische Postfach informieren wir unsere Kunden durch die Berater und unsere eigenen Medien. Anfang 2015 haben wir die Privatgirokonten-Inhaber schriftlich informiert", erklärte Robert Klein, Leiter Kommunikation und Medien der Sparkasse Westmünsterland. Soll heißen: Die Auflistung über Soll und Haben, Buchungen und Kontostand gibt es dann für die Kunden, die diese Regelung betrifft, nicht mehr in analoger Form.

Abheften überflüssig

Das PDF kostet kein Papier und ist zudem am Monitor im Din-A4-Format recht übersichtlich, sind die Argumente auf der Pro-Seite. "Die Dokumente im PDF-Format können vom Kunden jederzeit aufgerufen, gedruckt und gespeichert werden", erläuterte Klein. Das elektronische Postfach sei einfach zu nutzen, spare Papier, schone so die Umwelt und mache das Abheften überflüssig. Rund 40 Prozent aller Kunden der Sparkasse Westmünsterland haben ihr Privatgirokonto bereits für das Online-Banking freischalten lassen.

Wer seine Kontoauszüge trotzdem weiterhin gerne als Papierauszug abheften möchte, kann dieser Regelung widersprechen und das Institut nimmt die Neuerungen wieder zurück. Bei vielen Kunden würde sich aber ein komplett "papierloses" Privatkonto anbieten: "Es gibt einige Kunden, die ihre Kontoauszüge überhaupt nicht abholen, die bekommen die Auszüge dann irgendwann automatisch zugeschickt", sagte Klein.

Elektronisches Postfach

Das verursache eigentlich vermeidbare Kosten. "Werden Kontoauszüge nicht ausgedruckt, müssen wir diese mindestens einmal im Quartal per Post schicken. Dabei fallen Portokosten an. Bei diesen Kunden innerhalb des Online-Bankings haben wir die Girokonten auf das elektronische Postfach umgestellt. Nur rund ein Prozent wollte dies nicht", so Klein. Die Sparkasse Westmünsterland führt rund 250000 Girokonten.

Bei der Volksbank Gronau-Ahaus sei generell kein Konto automatisch auf den kompletten Online-Betrieb umgestellt worden, sagte Marc Behrendt vom Marketing und Vertrieb der Volksbank Gronaus-Ahaus. Auch Online-Banking-Kunden bekommen weiterhin wie gewohnt ihre Auszüge am Kontoauszugsdrucker. Eine andere Regelung müssten die Kunden zuerst bestätigen. Auf der Internetseite der Volksbank Gronau Ahaus heißt es dazu im Überblick über das Online-Banking, dass Kunden Kontoauszüge an Auszugsdruckern aller Volksbanken und Raiffeisenbanken bundesweit erhalten können und auf Wunsch ein elektronischer Kontoauszug enthalten ist.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt