Die "Nacht der Ausbildung" wurde von April auf November verschoben. Das Fazit fällt gemischt aus. © Johannes Schmittmann
Ahaus e.V.

Gemischtes Fazit nach digitaler „Nacht der Ausbildung“ in Ahaus

Zunächst musste der Ahaus e.V. die „Nacht der Ausbildung“ verschieben, dann spontan auf eine digitale Lösung umschwenken. Teilweise nahmen Interessierte das Angebot gut an. Aber nicht überall.

Ursprünglich hätte die „Nacht der Ausbildung“ in Ahaus schon am 2. April dieses Jahres stattfinden sollen. Die Organisatoren vom Ahaus e.V. entschieden allerdings damals, während der ersten Welle der Corona-Pandemie, die Veranstaltung in den Spätherbst zu verschieben. Ins Auge fasste man den 5. November – gemeinsam mit 14 weiteren Kommunen des Kreises Borken.

Corona sorgte allerdings dafür, dass eine Präsenzveranstaltung auch zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. In Ahaus schwenkten die Verantwortlichen um und stellten spontan eine digitale Variante auf die Beine. „Eine Absage wäre die schlechteste Option“, sagte Silvana Terdues vom Ahaus e.V. damals. Weitere Änderung: Die „Nacht der Ausbildung“ fand nicht wie sonst an einem Abend statt, sondern wurde über zwei Wochen gestreckt.

Per Mausklick zum Termin

Unkompliziert konnten Schüler und Ausbildungsinteressierte sich auf einer Online-Plattform über die Unternehmen und Berufe informieren. Bei tiefergehendem Interesse hatten sie die Möglichkeit, über das Portal mit ein paar Mausklicks einen Termin zu vereinbaren. Entweder für ein Telefonat, einen Videochat oder ein persönliches Gespräch. In dieser Woche endete die 14-tägige Aktion.

Das Fazit fällt gemischt aus. Silvana Terdues zeigt sich generell mit der Beteiligung zufrieden: „Allein in Ahaus haben sich 81 Unternehmen präsentiert. Im gesamten Kreis waren es über 250. Da kann man nicht meckern.“ Die Resonanz bei den Schülern hätte für ihren Geschmack aber höher sein können: „Wir haben uns gewünscht, dass mehr Schüler und Ausbildungsinteressierte Termine vereinbaren. Es gab Unternehmen, bei denen sich niemand gemeldet hat. Das ist natürlich schade.“

Höhere Verbindlichkeit durch Termine

Es gebe allerdings auch andere Beispiele. Sie selbst führte für Ahaus Marketing und Touristik (AMT) zum Beispiel insgesamt sechs Gespräche mit interessierten Schülern. Nicht nur aus Ahaus, sondern unter anderem auch aus Borken. „Das Schöne war: Es haben sich nur Leute gemeldet, die wirklich Interesse an dem Beruf hatten. Wenn man einen separaten Termin vereinbart, hat es gleich eine andere Verbindlichkeit“, so Terdues. Eine Bewerbung liege sogar schon auf ihrem Schreibtisch.

Trotzdem möchte der Ahaus e.V. in den nächsten Wochen schauen, was vielleicht noch optimiert hätte werden können. Auch mit Blick auf das nächste Jahr. „Wir fragen aktuell die Schulen ab. Wir möchten natürlich wissen, woran es gelegen hat, dass sich verhältnismäßig wenige Schüler gemeldet haben“, berichtet Silvana Terdues. Dennoch sei es nicht ausgeschlossen, dass auch im nächsten Jahr digitale Angebote beibehalten werden. Dann allerdings zusätzlich zur Präsenzveranstaltung, falls Corona es erlaubt.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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