„Generationenhof Schorlemer Straße“: Jetzt wieder 24 Wohnungen und doch eine Tiefgarage

mlzGenerationenhof in Ahaus

Der geplante „Generationenhof Schorlemer Straße“ bekommt nach neuesten Planungen nun doch 24 Wohnungen und auch eine Tiefgarage. Im April war von 21 Wohneinheiten plus Gästewohnung die Rede.

Ahaus

, 02.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der „Generationenhof Schorlemer Straße“ an der Ecke Schorlemerstraße/Eichengrund bekommt nun doch eine Tiefgarage. Darüber informierte Stadtplaner Walter Fleige am Mittwochabend den Ausschuss für Stadtentwicklung.

Investor Dr. Ralf Gerl aus Ahaus plant auf dem 5618 Quadratmeter großen Grundstück über 20 Wohnungen in vier Gebäuden.

Noch im November vergangenen Jahres hatte Planer Joachim Eble erklärt, dass entgegen früheren Planungen für das Grundstück weder Pkw-Stellplätze für Besucher noch eine Tiefgarage geplant seien.

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Seine damalige Begründung: „Wir können unter den Gebäuden keine Tiefgarage, sondern nur kleine Keller bauen, damit die Wurzelbereiche der Bäume nicht beeinträchtigt werden.“

„Abweichend soll nun unter dem Servicehaus eine Tiefgarage entstehen“, informierte Stadtplaner Walter Fleige. Geplant sind laut Begründungsentwurf mindestens neun Pkw-Stellpätze, zwei Motorrad- und vier Fahrradstellplätze.

Diesem Vorhaben kann die Verwaltung viel Gutes abgewinnen. Tiefgaragen seien zur Förderung der Elektromobilität besonders vorteilhaft, schreibt sie in einer Sitzungsvorlage.

In einer Tiefgarage seien im Jahresverlauf relativ gleichmäßige Temperaturen zu erwarten, „sodass die Batterien geschont werden.“ Zudem könne der Ladeprozess witterungsunabhängig erfolgen. Die Tiefgarage entspreche dem Wunsch vieler Wohninteressenten nach einem Garagenplatz.

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Im Ausschuss gingen die Meinungen über die Anzahl der künftigen Wohnungen im Generationenhof auseinander. Stadtplaner Walter Fleige nannte eine Gesamtzahl von 24 Wohnungen. Hermann Josef Herickhoff (SPD) meinte sich zu erinnern, dass zuletzt 20 Wohnungen verabschiedet worden seien. „Wo sind die vier neuen entstanden?“

„Immer nur 24 Wohneinheiten“

Walter Fleige antwortete: „Wir haben immer nur über 24 Wohneinheiten gesprochen. Nicht über 20, nicht über 22.“

Dass den Äußerungen des Stadtplaners die Niederschrift der April-Ausschusssitzung gegenübersteht, wurde am Mittwochabend nicht thematisiert. Im Protokoll der Sitzung steht, dass 21 Wohneinheiten plus eine Gästewohnung geplant sind.

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Ebenfalls Anlass zur Diskussion boten die Festsetzungen über die Höhe der Gebäude. Um „rechtssicher“ zu sein, waren in den Plänen die Höhenangaben „über Normalnull“ aufgeführt. Einige Ausschussmitglieder vermissten auf den Plänen einen sogenannten Referenzpunkt.

Walter Fleige dazu: „Der untere Bezugspunkt kann durch Eingriffe in das Erdreich verändert werden.“ So könne beispielsweise auf dem Grundstück der Boden einen Meter tief abgeschoben werden.

Geschosshöhe „über Normalnull“

Ein Referenzpunkt helfe in der Sache nicht weiter. „Der Fertigfußboden kann beispielsweise auch 60 Zentimeter über der Geländehöhe liegen.“ So musste sich der Ausschuss mit der Information begnügen, dass eine Geschosshöhe nun beispielsweise von 59,2 Meter über Normalnull bis 62,2 Meter über Normalnull definiert wird.

Insgesamt gab der Ausschuss aber grünes Licht für das weitere Verfahren. Wenn der Rat ebenfalls zustimmt, kann der Entwurf der Pläne für den Generationenhof öffentlich ausgelegt werden.

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