Gericht muss entscheiden

Baumfällung

Seit dem vergangenen Herbst fehlen elf Bäume an der Heeker Straße. Eine Ahauser Familie hat sie fällen lassen. Ob zu Recht oder zu Unrecht, muss ein Gericht klären. Der Schaden, der im Raum steht: 12 000 Euro. Außerdem wurde ein Verfahren wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung eingeleitet.

AHAUS

, 14.04.2016, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Verfahren zwischen der Stadt und der Familie, die die Bäume fällen ließ, läuft.

Das Verfahren zwischen der Stadt und der Familie, die die Bäume fällen ließ, läuft.

Das bestätigt Rechtsanwältin Susanne Tombrink am Donnerstag auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Sie vertritt die Familie, die die Bäume fällen ließ. Gerade habe sie die Klageschrift erhalten und eine Erwiderung gefertigt. Es gehe um einen Schaden von 12 000 Euro, den die Stadt geltend mache. Gleichzeitig sei ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung eingeleitet worden.

Alles dreht sich darum, wie genau die Absprache für die Nutzung des Grundstücks an der Heeker Straße abgelaufen ist: „Meine Mandaten sagen, dass unter Zeugen besprochen wurde, dass die Fläche uneingeschränkt genutzt werden dürfe“, sagt sie. Und dazu gehöre dann eben auch das Fällen von Bäumen.

Dauer des Verfahrens noch unbestimmt

Diese Darstellung hatte die Verwaltung schon Ende vergangenen Jahres ausgeschlossen. Und auf dieser Sicht beharrt sie: Es habe lediglich eine Absprache darüber gegeben, dass die Familie das Grundstück nutzen könne, um etwa Blumen zu pflanzen oder die Grünpflege zu übernehmen. So weit sei das stadtweit – auch mündlich – durchaus üblich. Darin sei auf keinen Fall die Erlaubnis zum Fällen der Bäume enthalten gewesen. Wie lange das Verfahren noch dauert, mochte zumindest Tombrink gestern nicht abschätzen. „Das geht nun hin und her“, sagt sie.

Beigeordneter Georg Beckmann hatte in der vergangenen Ratssitzung unmissverständlich klar gemacht, dass die Stadt nicht einlenken werde: „Wir wollen Schadenersatz“, sagte er. Dementsprechend sei die Stadt auch nicht für weitere Aufräumarbeiten zuständig. Ob bis dahin die restlichen Äste, die dort noch liegen, weggeräumt werden, ist offen. Beckmann kündigte in der vergangenen Ratssitzung an, das zu prüfen. Eine Antwort gab es dazu bis gestern noch nicht. Sie soll mit dem Protokoll der Ratssitzung verschickt werden. Das kündigte Stadtpressesprecher Stefan Hilbring für kommende Woche an. 

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