Gericht verurteilt 71-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung

Unfall bei Alstätte

Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ist am Montag ein 71-jähriger Niederländer vor dem Amtsgericht Ahaus verurteilt worden.

AHAUS

, 10.03.2015, 19:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Sonntag im vergangenen April: Der 71-Jährige ist mit seinem Wagen auf der Buurser Straße Richtung Altstätte unterwegs und will nach links in Richtung Gronau auf die B 70 einbiegen. Von dort kommt ein anderes Fahrzeug. Der Niederländer müsste eigentlich bremsen, auf seiner Straße steht ein Stoppschild. Er fährt weiter. Der andere Wagen hat Vorfahrt, kann dem plötzlich kreuzenden Auto aber nicht mehr ausweichen. Er prallt frontal in die Seite des ersten Autos. Der Fahrer stirbt später an seinen schweren Verletzungen. Seine Beifahrerin trägt schwere Verletzungen davon.

Geständnis und Reue

Der 71-jährige Unfallverursacher räumte vor Gericht alle Vorwürfe ein und zeigte Reue. Ein Umstand, den das Gericht zu seinen Gunsten wertete. Allerdings erklärte er auch, dass der andere Fahrer geblinkt habe und dass er davon ausgegangen sei, dass dieser in Richtung Alstätte abbiegen wollte. Er habe direkt hinter ihm auf die B70 abbiegen wollen, erklärte der Mann vor Gericht.

Leichte Fahrlässigkeit

„Es konnte nicht geklärt werden, ob der Wagen auf der K17 tatsächlich geblinkt hat oder nicht“, so Benedikt Vieth, Direktor des Amtsgerichts Ahaus.

Deswegen ging das Gericht auch nur von einer leichten Fahrlässigkeit aus. Bei der Zahl der Tagessätze entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Nur die Höhe der Tagessätze wurde vom Gericht niedriger festgesetzt.  sjt

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