Ghanakreis Ottenstein setzt sich neue Ziele

Brunnen und Bildung

Gute Nachrichten aus Bulenga-Chaggu haben die Mitglieder des Ottensteiner Ghanakreises jetzt erreicht: Am Weltmissionssonntag nutzte der Verein die Gelegenheit, Neuigkeiten aus Bulenga-Chaggu der Gemeinde St. Georg mit zu teilen.

OTTENSTEIN

von Von Anne-Lena Haget

, 31.10.2011, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dank der engagierten Arbeit und der Unterstützung der Ottensteiner Bevölkerung konnten in 15 Dörfern der Partnergemeinde St. Augustine Trinkwasserbrunnen erstellt werden. Der Gemeindepfarrer, John Bosco Eledi, übermittelte seinen Dank an die zahlreichen Spender. „Wir beten für die Kirche in Ottenstein. Für alle, die eure Mission in Bulenga-Chaggu unterstützen“, heißt es in seinem Schreiben.

Der Ghanakreis hat mit Hilfe vieler großzügiger Spenden und der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung viel bewegt: In den 16 Jahren seit ihrer Gründung hat die Organisation unter anderem insgesamt 22 Brunnen errichtet. Schwerpunkt der Projektarbeit 2011 war, Menschen sauberes Wasser zu beschaffen. Marianne Jessing, zweite Vorsitzende des Ghanakreises, ist sehr zufrieden: „Zu wissen, dass jetzt 35 000 Leute sauberes Wasser haben, weil wir etwas bewegen konnten, ist ein schönes Gefühl. Wir sind dankbar, dass wir das geschafft haben.“ Trotzdem ruht der Verein sich nicht auf dem bisher Geleisteten aus: Im kommenden Jahr sollen noch mindestens 13 Brunnen in weiteren Dörfern entstehen. Dazu wollen die Verantwortlichen wieder einen Antrag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit stellen. „Es gibt immer noch viele Kinder, die noch nie sauberes Wasser gesehen haben“, erinnert Jessing.

Die Errichtung einer Berufsschule musste zurückgestellt werden, weil nach wie vor – trotz Zusagen der zuständigen Distriktregierung – eine Stromversorgung nicht erfolgte. Stattdessen haben die Aktiven des Kreises sich vorgenommen, die bereits bestehenden allgemeinbildenden Schulen zu unterstützen. Aus der Partnergemeinde ist zwischenzeitlich ein „Wunschzettel“ für weitere Projekte eingegangen. Der Ghanakreis sponsort zudem bereits jetzt 15 Schülerinnen und Schüler in der Abiturvorbereitung, zwei Studenten sowie zehn Volontäre, die in Schulen und Kindergärten arbeiten und dafür keine Entlohnung erhalten.

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