Gisela Mahnke unterrichtet Bridge jetzt auch online. © Markus Gehring
Online-Bridge

Gisela Mahnke vermittelt online die taktischen Kniffe im Bridge

Bridge spielen derzeit viele online. Gisela Mahnke aus Ahaus bietet einen Online-Kurs an, in dem man das Spiel lernen kann. Sie weiß: Auch junge Menschen können sich für Bridge begeistern.

Auch als erfahrene Übungsleiterin kann man sich immer weiterbilden. In der Corona-Zeit hat das auch Gisela Mahnke aus Ahaus getan. Einen Nachmittag lang hat sich die 78-Jährige in einem Workshop mit neuen Online-Möglichkeiten auseinandergesetzt.

„Da lernt man, wie man Hände hochlädt, wie man Schüler beobachtet und wie man diesen Anweisungen geben kann“, berichtet Gisela Mahnke. Sie führt interessierte Neulinge in das Bridge-Spiel ein. Der Deutsche Bridgeverband hatte wegen der Online-Weiterbildung alle Übungsleiter angeschrieben.

Großes weltweites Interesse am Online-Bridge

Weil viele Bridge-Begeisterte derzeit nicht auf ihr Hobby verzichten wollen, haben Online-Spiele Hochkonjunktur. „Auf der Homepage Bridge Base Online spielen weltweit 20.000 bis 25.000 Spieler pro Stunde“, verdeutlicht die Ahauserin. Der Deutsche Bridgeverband veranstaltet alleine vier Turniere am Tag.

„Gerade hat jeder viel Zeit und kann ein neues Hobby erlernen“, sieht Gisela Mahnke in der Corona-Pandemie einen Vorteil. Bridge sei für Interessierte aller Altersstufen geeignet. „Ich habe gerade mit meiner Enkelin, die zehn Jahre alt ist, angefangen. Die war ganz begeistert“, schildert Gisela Mahnke. Bridge sei nicht nur etwas für die ältere Generation.

„Learning by doing“ in zehn Online-Einheiten

Der Online-Unterricht, den sie anbietet, geht über zehn Einheiten von jeweils eineinhalb Stunden und ist kostenlos. „Dabei wird zunächst das Spiel selbst in den Vordergrund gestellt. Wer Feuer gefangen hat, lernt später, wie man reizt“, setzt Gisela Mahnke auf „Learning by doing“.

Erst wird gespielt, im Anschluss analysiert die Übungsleiterin gemeinsam mit ihren Schülern im Chat, welche Karte besser wann hätte gespielt werden können. Denn Bridge bietet unzählige taktische Varianten.

Taktische Feinheiten werden genau vermittelt

Ein erfolgreiches Spiel hängt stark von einem guten Zusammenspiel mit dem Partner ab. „Wenn du hier den König nimmst, kommt das As“, mit solchen Anweisungen versucht Gisela Mahnke, die Fertigkeiten schrittweise zu verbessern.

Reizen, Spiel mit und ohne Trumpf, Abspielen, Punkte zählen, Alleinspieler: Wer sich in der Welt dieses Kartenspiels zurechtfinden will, ist bei der 78-Jährigen richtig.

Ein Spiel dauert zwar nur sieben bis acht Minuten, in Turnieren werden aber häufig 16 Hände gespielt, „das kann zweieinhalb Stunden dauern“, erzählt Gisela Mahnke. Wer weniger Zeit hat, kann natürlich weniger Spiele vereinbaren.

Einen Anfängerfehler treibt sie ihren Online-Schützlingen schnell aus: „Man darf nicht einfach alle hohen Karten zuerst ablegen, das ist falsch.“

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Bastian Becker

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