Großeinsatz für Kontrolle in Flüchtlingsheimen an der Fürstenkämpe in Ahaus

mlzPolizeieinsatz

Polizei und Ausländeramt kontrollieren in einem abendlichen Großeinsatz Bewohner an der Fürstenkämpe

Ahaus

, 01.07.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Großer Polizeieinsatz an der Flüchtlingsunterkunft in der Fürstenkämpe: Am Samstagabend hat die Polizei zusammen mit dem Ausländeramt des Kreises Borken die Bewohner der drei Gebäude an der Fürstenkämpe kontrolliert. Ein Augenzeuge des Einsatzes spricht gegenüber unserer Redaktion von 18 Polizeifahrzeugen, die auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft im Einsatz waren, da-runter auch zivile Fahrzeuge sowie Fahrzeuge einer Einsatzhundertschaft.

Polizei bestätigt Kontrolle

Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken, bestätigt auf Nachfrage am Sonntag den Einsatz vom Vortag. Es habe sich dabei um Amtshilfe für einen Kontrolleinsatz des Ausländereinsatzes gehandelt. Der Einsatz sei vorab bei der Polizei angemeldet gewesen. Weil drei Gebäude gleichzeitig durchsucht werden sollten, sei die Polizei mit einem massiven Aufgebot vor Ort gewesen. Der Einsatz selbst sei jedoch sehr unauffällig und ruhig verlaufen. Auch habe es keine spektakulären Ergebnisse gegeben, ergänzt er noch. Zur Zahl oder Herkunft der Einsatzkräfte machte er keine Angaben. Im Laufe des Montags wolle die Polizei aber noch eine abschließende Mitteilung veröffentlichen.

Noch am Samstagabend wendete sich Werner Leuker, Beigeordneter der Stadt Ahaus, in einer E-Mail an die Mitglieder des Ahauser Rates. In dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, erklärt er, dass die Kontrollaktion durchgeführt wurde, um mögliche Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz zu ermitteln. Bei dem knapp einstündigen Einsatz sei jedoch nichts festgestellt worden.

Betäubungsmittel

„Unerhebliche Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz“ seien die einzigen Feststellungen des Abends gewesen. Die Leiter des Fachbereichs Arbeit und Soziales und der Verwaltungsvorstand der Stadt Ahaus seien im Vorfeld der Aktion informiert, aber um Verschwiegenheit gebeten worden. „Persönlich bin ich sehr zufrieden, dass keine schwerwiegenden Verstöße festgestellt worden sind“, schreibt Leuker.

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