Guten Morgen: Der Wahlk(r)ampf hat begonnen

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen Erlebnissen einen guten Start in den Tag. Heute geht es um die Wünsche von Politikern im gerade laufenden Kommunalwahlkampf.

Ahaus

, 03.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bürger sind am 13. September zur Kommunalwahl aufgerufen und viele Lokalpolitiker drängt es jetzt in die Medien.

Die Bürger sind am 13. September zur Kommunalwahl aufgerufen und viele Lokalpolitiker drängt es jetzt in die Medien. © Pixabay

Die Kommunalwahl am 13. September rückt näher. Das merkt die Redaktion gerade massiv. Nach fast sechs Jahren relativer Ruhe wollen jetzt viele Politiker Medienpräsenz zeigen. Nicht immer mit uns.

Bürgermeisterkandidaten besuchen Einrichtungen, überreichen Blumen oder stehen auf Vorstandsfotos. Leserbriefe von Lokalpolitikern erreichen uns, in denen steht, dass sich eine Fraktion schon sehr früh mit einem Thema beschäftigt hat. All diese Dinge haben uns in den letzten Tagen mit der Bitte um Veröffentlichung erreicht. Natürlich: Wer gewählt werden möchte, der muss jetzt präsent sein.

Die Redaktion wird bei der Veröffentlichung solcher Anliegen sehr zurückhaltend bleiben und sich nicht vor den Wahlkampfkarren spannen lassen. Gleichwohl informieren wir unsere Leser darüber, wer sich zur Wahl stellt.

Die Parteien haben ihre Kandidaten für die einzelnen Wahlbezirke bereits aufgestellt und darüber sind schon die ersten Berichte erschienen. Mit den Bürgermeisterkandidaten – 17 an der Zahl in den sechs Orten unseres Verbreitungsgebietes – sind wir im Kontakt, Podiumsdiskussionen sind terminiert, Porträts und Videos in Vorbereitung.

Kandidaten vorstellen

Die Redaktion wird umfassend und möglichst ausgewogen vor der Wahl berichten. Dabei müssen die Politiker es sich aber auch gefallen lassen, wenn der Besuch des Bürgermeisterkandidaten in der Altenpflegeeinrichtung oder der Leserbrief über die Sitzung, die nicht so gelaufen ist, wie es sich eine Fraktion gewünscht hätte, nicht oder nur zurückhaltend veröffentlicht werden.

Eine Bürgermeisterkandidatin hat es übrigens in diesen Tagen ganz clever gemacht. Bei einem Vorstandsfoto hat sie sich an den Rand gestellt. Die Chance für eine Veröffentlichung war da. Die Redaktion konnte sie so aber auch abschneiden und das Foto vom neuen Vorstand veröffentlichen. Hätte Sie in der Mitte gestanden, wäre der Bericht über den neuen Vorstand ohne Foto erschienen.

Gesicht zeigen ist für die Kandidaten jetzt gerade ganz wichtig, soviel ist klar – es gibt für unsere Leser aber auch noch andere, wichtigere oder sogar spannendere Themen.