Guten Morgen: Frischkäse aus dem Jahr 2018 gefällig?

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen Erlebnissen einen guten Start in den Tag. Heute geht es um Fundstücke aus dem Kühlschrank, die Erstaunliches zutage bringen.

Heek, Legden, Vreden, Stadtlohn, Südlohn, Ahaus

, 09.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Natürlich" steht auf der Packung. Aber der Frischkäse in der schon einmal geöffneten Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom November 2018 sah auch im Juli 2020 noch gut aus. Auf den Geschmackstest wurde aus gesundheitlichen Gründen verzichtet.

"Natürlich" steht auf der Packung. Aber der Frischkäse in der schon einmal geöffneten Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom November 2018 sah auch im Juli 2020 noch gut aus. Auf den Geschmackstest wurde aus gesundheitlichen Gründen verzichtet. © Stefan Grothues

Büro-Kühlschränke entwickeln ein Eigenleben. Der Eine oder Andere kennt das sicher von seinem Arbeitsplatz. Dann und wann wird das Exemplar der Redaktion aufgeräumt und auch saubergemacht. Könnte öfter, aber immerhin.... Und nun: Bei einem gemeinschaftlichen Mittagessen gab es Baguette – „hier ist noch Frischkäse“, sagte die Kollegin und hielt eine Packung hin.

Bei Fundstücken ist ein Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum Pflicht

Ein Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum ist bei solchen Fundstücken Pflicht, auch wenn ich da eigentlich großzügig bin und Lebensmittel auch Wochen nach Überschreiten erst einmal teste, bevor sie in den Abfall wandern. Aber dann: „25.11.2018“ stand da auf der Packung. Da siegte doch die Neugier. Und was soll ich sagen: Die Packung war schon einmal geöffnet worden, und der restliche Inhalt sah noch einwandfrei aus.

Ob diese Packung Frischkäse den Rekord hält?

Der Frischkäse nach Bruschetta-Art roch sogar noch gut. Ob diese Packung Frischkäse den Rekord hält? Auch wenn auf der Packung „natürlich frisch“ und „ohne Konservierungsstoffe“ stand: Auf den Geschmackstest haben wir dann doch verzichtet.

Weil unser naturwissenschaftliches Interesse geweckt war, haben wir die Packung nochmals in den Kühschrank gestellt. Und siehe da: Die erneute Sauerstoffzufuhr (oder was auch immer) hatte dazu geführt, dass nun nach ein paar Tagen ganz, ganz kleine weiße Schimmelspuren zu erkennen waren. Guten Gewissens ist die Packung im Mülleimer gelandet. Und mit ihr der Restglaube an manches Versprechen der Lebensmittelindustrie.

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