Guten Morgen: Von Viren und Worten

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen oder nachdenklichen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um Taten statt Aerosole.

Ahaus

, 18.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stefan Grothues

Goethe würde Mundschutz tragen: Auch gesprochene Dichterworte verbreiten schließlich Aerosole. © picture alliance/dpa

„Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn! Indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas Nützliches geschehn.“ Das lässt der gute alte Goethe den Theaterdirektor im Faust sagen.

Mal ehrlich, wie oft haben wir das schon in Besprechungen und Konferenzen gedacht. Ein Kollege beendete gestern ein Abstimmungsgespräch mit den Worten: „Mehr Aerosole will ich in dieser Angelegenheit auch gar nicht verbreiten.“

Das fand ich in Zeiten schwebender Viren sehr rücksichtsvoll – und fast schon coronapoetisch. Aerosolarm, weil kurz und bündig, hat‘s ja auch schon ein anderer Dichter gesagt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

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