Heim für Tiere lässt noch auf sich warten

Kein Grundstücksverkauf

Die Suche nach einer geeigneten Fläche für den zukünftigen Standort eines Tierheims in Ahaus muss in eine neue Runde gehen: Das angedachte Grundstück in Quantwick kommt für den Bau nicht mehr in Frage. Die Eigentümerin - die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt - will das Grundstück nicht mehr verkaufen.

AHAUS

, 23.03.2015, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dieser Fläche in Quantwick wollte Julia Steggemann das Tierheim bauen. Doch die Pfarrgemeinde will das Grundstück nicht mehr verkaufen.

Auf dieser Fläche in Quantwick wollte Julia Steggemann das Tierheim bauen. Doch die Pfarrgemeinde will das Grundstück nicht mehr verkaufen.

Stadtpressesprecher Stefan Hilbring bestätigt das gestern auf Anfrage: "Der Eigentümer der Fläche möchte das Grundstück nicht mehr verkaufen", sagt er. Das sei auch in der vergangenen Ratssitzung im nicht-öffentlichen Teil bereits besprochen worden. Eine Alternative gibt es für das Tierheim bisher nicht.

Schon während der bisherigen Planungen war parallel die Suche nach einer Alternative weitergegangen. Bisher ohne ein Ergebnis. Auch jetzt laufe die Suche weiter. "Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir die mitteilen", sagt Hilbring.´Pfarrer Heinrich Plaßmann von der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt war gestern nicht zu erreichen. Er kündigte aber eine Stellungnahme für heute an.

Betreiberin gibt nicht auf

Julia Steggemann, die das Tierheim in Zukunft in Ahaus betreiben möchte, gibt sich weiterhin kämpferisch: "So schnell gibt man ja nicht auf", sagt sie. Sie sei im Moment allerdings komplett in der Warteschleife. Ein neues Grundstück hat sie bisher für ihre Pläne noch nicht.

"Ich weiß nur, dass das alte Gebiet komplett aus dem Rennen ist", so Steggemann. Sie will in Ahaus ein neues Tierheim bauen, nachdem Helene Heitmann Ende des Jahres in den Ruhestand gehen möchte. Sie hatte das Tierheim in Ahaus in den vergangenen 35 Jahren betrieben.

Starke Proteste

Gegen den Standort in Quantwick hatte es vehementen Protest von Anwohnern gegeben. Sie argumentierten, dass das geplante Gebiet in einem Bereich zum Schutz der Natur liege und so ein Tierheim dort nicht gebaut werden dürfe. Das habe man inzwischen auch schriftlich. Die Bezirksregierung in Münster, der Kreis Borken und auch die Stadtverwaltung hatten das anders gesehen (Münsterland Zeitung berichtete).

Der Protest der Anwohner hatte sich dabei - so erklärten es die Beteiligten mehrfach - nicht gegen das Tierheim im Allgemeinen, sondern nur gegen das eine betroffene Grundstück gewandt. Mit der Ankündigung, dass das Grundstück nicht verkauft werde, soll nun in Quantwick wieder Ruhe einkehren. "Wir wollen das jetzt nicht wieder hochkochen", so ein Anwohner.

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