Heimisches Handwerk im Aufwind

21.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Kreishandwerksmeister Alfred Marx referierte. </p>

<p>Kreishandwerksmeister Alfred Marx referierte. </p>

Ottenstein Traditionell im Januar fand zum zwölften Mal der Neujahrsempfang des CDU Ortsverbands Ottenstein statt. Vorsitzender Ferdi Tübing begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im Saal Abbing-Rols up'n Hook. Es folgte ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr: Klimawandel, stark gestiegene Energiepreise und alternative Energiequellen wie Biogasanlagen waren dabei die einleitenden Themen.

Für Wohnbebauung sollten in Ottenstein vornehmlich Freiflächen innerhalb des Ortes genutzt werden. Auch erfolgt in diesem Jahr ein weiterer Ausbau der Straßen im Melchisengoren. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Pläne für den Endausbau von der Brookstegge in Richtung Feldmark fertiggestellt werden. Im Dorfpark muss der Fußweg, der von der Volksbank in den Park führt, neu gepflastert werden.

Rund 4000 Lehrlinge

Auch diesmal war zum Neujahrsempfang ein Gastredner geladen: Kreishandwerksmeister Alfred Marx referierte detailliert über das Handwerk im Kreis Borken mit 3000 Handwerksbetrieben mit 35 000 Beschäftigten. Besonders stolz sei man im Handwerk auf die Ausbildungsleistungen der Betriebe, aktuell würden rund 4000 Lehrlinge gezählt. Außerdem seien gegenüber dem Vorjahr 20 Prozent mehr Neueinstellungen zu vermelden.

Seit etwa 20 Jahren wird zusammen mit der Sparkasse Westmünsterland ein Förderverein unterhalten, der sich um die weitere Fortbildung besonders erfolgreicher Lehrlinge und Meister in Form von Prämienvergaben und Förderzusagen kümmert. Handwerker aus dem Kreis Borken haben 25 Landeswettbewerbe und sechs Bundeswettbewerbe gewonnen und sogar einen Weltmeister im Parkettleger-Handwerk hervorgebracht. Aus Ottenstein hat es dabei Landessieger bei Mitarbeitern der Firmen Terhalle und MEM gegeben.

Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Borken sind überdurchschnittlich niedrig, woran das Handwerk einen maßgeblichen Beitrag leiste: "Und es schafft dies alles ohne staatliche Förderung", so Marx.

Abschließend hob Kreistagsabgeordneter Josef Osterhues die gute Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft hervor und berichtete über die Haushaltszahlen.

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