Hörster wird Kreisdirektor - Brügge aus Emsdetten wird's nicht

Kreis Borken

BORKEN / EMSDETTEN „Schade“, sagt Dirk Ludwig Brügge, „ich hätte das Amt gerne übernommen.“ Er wird nicht Kreisdirektor in Borken. Brügge bleibt der Stadt Emsdetten als Beigeordneter erhalten. Einem Mitbewerber gab man in Borken Vorrang: Dr. Ansgar Hörster, Fachbereichsleiter bei der Kreisverwaltung Coesfeld.

von Von Michael Böhm

, 06.11.2009, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ludwig Brügge.

Ludwig Brügge.

In einem wahren Bewerbungs-Marathon hatte sich der Emsdettener Beigeordnete Donnerstagabend in vier Gesprächen bei den Fraktionen vorgestellt: zunächst bei der CDU, die zusammen mit der FDP tagte, dann bei der SPD, schließlich bei der UWG und abschließend bei den Grünen zusammen mit dem Linken Kreistagsmitglied. Am Freitagmorgen informierte ihn die CDU-Fraktion über ihren Favoriten, und damit war die Entscheidung gefallen. Denn zusammen mit dem Landrat hat die CDU eine knappe Mehrheit von einer Stimme im Kreistag. Für Dirk Brügge ist die Entscheidung kein Beinbruch, auch wenn er sagt: „Ich hätte das Amt gerne übernommen. Es ist reizvoll, sowohl von der Aufgabenstellung wie auch von der finanziellen Seite.“ Zugleich betont Brügge: „Ich fühle mich aber auch in Emsdetten pudelwohl. Und auch hier warten viele reizvolle Aufgaben auf mich, denen ich mich weiterhin mit meinem vollen Elan widmen werde.“

Im Gespräch mit unserer Redaktion betonte CDU-Mitglied Brügge noch einmal, dass seine Bewerbung in Borken nichts mit den geänderten Mehrheitsverhältnissen im Emsdettener Stadtrat zu tun habe. Dies sei auch die einzige Bewerbung gewesen. Seine Amtszeit läuft bis 2013. Eine Wiederwahl gilt als nicht sicher, da die CDU im Emsdettener Rat ihre absolute Mehrheit bei der Kommunalwahl verloren hatte. 

Lesen Sie jetzt