Im Hohen Kamp West sprießen gerade weitere Einfamilienhäuser aus dem Boden. Die Nachfrage nach diesen Gebäuden soll in den kommenden Jahren einbrechen – prognostiziert das Pestel-Institut. © Stephan Rape
Meinung

Immobilienmarkt: Eine Lösung habe ich nicht, aber ich bewundere das Problem

Die Gesellschaft verändert sich. Mit enormen Folgen für den Immobilienmarkt. Das Pestel-Institut prognostiziert bald einen enormen Preisverfall. Das will unser Autor noch abwarten. Erst einmal.

Ich bin in einer Mietwohnung groß geworden. Das war völlig ok. Ich würde nicht sagen, dass mir etwas gefehlt hat. Und doch: Mein eigener Wohntraum sieht anders aus. Nichts ausgefallenes: Häuschen, Gärtchen, Feuerstelle. So wie bei vielen in Ahaus und Umgebung.

Doch wie mindestens ebenso viele reibe ich mir die Augen, wenn ich auf die Preise sehe. Erst recht, wenn ich mich dann mit Bankberater und Makler kurzschließe, die bei dem ein oder anderen Angebot die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Solange diese Summen auf dem freien Markt gezahlt werden, so lange das Geld so billig zu bekommen ist, kann die Lokalpolitik nur wenig tun. Es sei denn, sie kommen mit der Neuerfindung des Rades um die Ecke. Groß genug sind die Aufgaben ja.

Nachverdichtung ist schon einmal gescheitert

Der Versuch einer Nachverdichtung ist vor Jahren an einer völlig ungenügender Informationsarbeit krachend gescheitert (Stichwort Josefsviertel). Neue Baugebiete werden schon aus Mangel an Flächen nicht mehr ausgewiesen. Und falls sich die Lage tatsächlich so entwickelt, wie es das Pestel-Institut vorhersagt, ist der Preisverfall auf dem Häusermarkt nur noch eine Frage der Zeit.

Ich denke, ich lasse mir noch etwas Zeit mit der Kaufentscheidung. Noch kann ich mir das leisten. Viele Familien haben dieses Glück nicht.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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