Interview: Georg Beckmann freut sich auf Ahaus

Wunschberuf Verwaltung

Georg Beckmann wird neuer Beigeordneter der Stadt Ahaus. Der Rat der Stadt wählte den 51-Jährigen am Donnerstagabend in geheimer Abstimmung zum Nachfolger von Michael Tacke, der zum 1. Dezember als Dezernent nach Salzgitter wechselt. Redakteur Stefan Grothues sprach mit dem neuen Mann in der Verwaltungspitze der Stadt Ahaus.

AHAUS

21.10.2011, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zurzeit noch nicht. Das lassen wir auf uns zukommen. Ich bin sicher, dass sich bald eine gute Gelegenheit bieten wird.

Aufgrund meiner vorangegangen Arbeit als Bürgermeister schwerpunktmäßig mit Verwaltungsrecht. Daneben arbeite ich auch in den Bereichen Landwirtschaftsrecht und Arbeitsrecht.

Meinen persönlichen Schwerpunkt habe ich schon seit dem Studium immer im Bereich der Verwaltung gesehen. Das hat mich immer gereizt: die Möglichkeit, gestalten zu können, mit Menschen im Team zusammen zu arbeiten und für die Bürgerinnen und Bürger etwas zu bewirken.

Als Beigeordneter ist es in erster Linie meine Aufgabe, strategisch zu denken, Dinge zu entwickeln und umzusetzen. Für die einzelnen planerischen und baulichen Fragestellungen gibt es im Ahauser Rathaus hervorragende Mitarbeiter mit Fachwissen. Auf der anderen Seite spielen baurechtliche Fragen eine immer größere Rolle. Und da bin ich als Jurist zuhause.

Eines der großen Themen ist die Wohnbauentwicklung. Wohnbaulandausweisung auf der grünen Wiese wie früher kann es in Zukunft wohl nicht mehr geben – schon weil der demografische Wandel über allem schwebt. Eine Stärkung und Belebung der Ortszentren muss das Ziel sein. Die Weiterentwicklung von Gewerbe und Industrie ist ein zweites großes Thema. Drittes wichtiges Feld ist die Innenstadtentwicklung. Ich denke da an das Rathausumfeld und an den Kirmesplatz. Da müssen wir schauen, ob und wie wir da weiter voran gehen wollen.

(lacht) Nein! Ganz bestimmt nicht! Jetzt gehe ich einen anderen Weg. Ich bin Teil des Verwaltungsvorstands und freue mich auf die Arbeit im Team. Der Bürgermeister muss sich vor gar nichts fürchten. Und ich werde definitiv nicht mehr als Bürgermeister kandidieren.

Ganz besonders spannend finde ich den Bau des neuen Kulturzentrums. Ich glaube, das Projekt wird Strahlkraft über Ahaus hinaus entwickeln. Da ist es ein Glücksfall, dass ich im laufenden Wettbewerb mein Amt antreten kann. 

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