Der Inzidenzwert im Kreis Borken ist am Donnerstag (28. Januar) auf 47,4 gefallen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Inzidenz unter 50: Für Lockerungen muss der Blick über Grenzen gehen

Der Inzidenzwert im Kreis Borken ist unter die magische 50er-Grenze gefallen. Doch mögliche Lockerungen sind noch in weiter Ferne. Denn der Blick muss auch über Grenzen gehen.

Die magische 50er-Grenze wurde unterschritten. Am Donnerstag (28. Januar) hat der Kreis Borken das geschafft, was sich viele Städte und Kreise herbeisehnen. Der Inzidenzwert beträgt „nur“ noch 47,4. Damit sind laut Verordnung Lockerungen möglich. Perspektivisch zumindest.

Denn bevor über Lockerungen nachgedacht werden kann, muss der 7-Tages-Inzidenzwert im Kreis Borken nicht nur an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 50 liegen, sondern das zugleich auch mit einer sinkenden Tendenz. Das macht Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes auf Nachfrage deutlich. Nur wenn beides erfüllt sei, bestehe die Möglichkeit, über eine Reduzierung der Schutzmaßnahmen nachzudenken.

Kreis muss auf Nachbarregionen schauen

Und dann müsse der Kreis, das betont Gördes, ungeachtet des eigenen Inzidenzwertes auch immer den Blick auf die angrenzenden niederländischen Provinzen sowie die Lage im Ruhrgebiet richten. „Die Inzidenz ist dort wesentlich höher als bei uns.“ Die dortigen Entwicklungen gelte es bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Wichtig nach wie vor: Lockerungen seien davon ab nur in Absprache mit dem NRW-Gesundheitsministerium möglich. Und wichtig sei dann, diese auf Kreisebene oder sogar auf regionaler Ebene abzustimmen. Alleingänge sollen vermieden werden. „Einzelmaßnahmen vor Ort würden nur zur Verwirrung führen und wären auch in Sachen Infektionseindämmung nicht zielführend“, so Karlheinz Gördes.

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