Wird am Ende über die Erweiterung der ISG entscheiden: Regierungspräsidentin Dorothee Feller.
Meinung

ISG-Erweiterung: Frau Regierungspräsidentin, haben Sie ein Einsehen!

Die Irena-Sendler-Gesamtschule soll auf sieben Züge anwachsen. Damit wäre ein drängendes Problem vorerst gelöst, meint unser Redakteur Nils Dietrich. Getroffen wird die Entscheidung aber woanders.

So viel Einigkeit ist selten zu sehen. Am Dienstagabend stimmte der Schulausschuss einstimmig dafür, die ISG auf sieben Züge zu erweitern. Diese Entscheidung ist alternativlos – und das ist Konsens in der Politik.

Aber die Rechnung sollte nicht ohne den Wirt gemacht werden. „Wir hoffen, dass die Bezirksregierung ein Einsehen hat“, sagte die Ausschussvorsitzende Beatrix Wantia (CDU). Der Beigeordnete Werner Leuker hatte deutlich gemacht, dass der Vorgang am Ende nicht nur auf der Fachebene beschieden wird. Sprich: Regierungspräsidentin Dorothee Feller wird am Ende das Zünglein an der Waage sein.

Schaut man sich die Faktenlage an, ist der Fall eindeutig. Die Schülerzahl in Ahaus wird laut der Prognosen, die der Beigeordnete am Dienstagabend präsentierte, deutlich ansteigen. Ein siebter Zug für die ISG ist also unumgänglich, sollten nicht wieder Ahauser Schüler an einer Ahauser Schule abgewiesen werden müssen, damit Platz ist für Schüler aus Legden oder Heek.

Das Problem mit politischen Entscheidungen ist aber, dass diese sich nicht nur nach Fakten richten. Nachbargemeinden wollen ihre eigenen Schulen trotz mangelnder Perspektiven schützen und trommeln seit langer Zeit gegen eine Erweiterung der ISG. Würden sie gehört, hätten nicht nur die Ahauser Schüler darunter zu leiden. Sie sollte die Regierungspräsidentin im Blick haben.

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