Kein Ring zweiter Klasse

Ahaus Mit der Frage, ob künftig im Programm des Theaterrings B nicht auf die Aufführung der teuren Opern verzichtet werden könne, überraschte Renate Schulte (UWG) jüngst im Kulturausschuss.

24.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kulturamtsleiterin Dr. Margret Karras (Bild), die zuvor in ihrem Jahresbericht auf die Auslastung beider Theaterringe eingegangen war, hielt dem entgegen, alle Sparten sollten im Programm angeboten werden. Vor allem auch Musiktheater erfreuten sich beim Publikum großer Beliebtheit. Beim Einzelkartenverkauf erzielten Opern und Ballettaufführungen sogar die größten Absätze. Und: Der Theaterring B solle nicht anders als der Theaterring A behandelt werden, ergänzte Dezernent Hermann Kühlkamp.

Den Faden nahm Franz-Josef Weuthen (CDU) auf: Er sah in der wohl abgestimmten Mischung der Programme eine Chance für alle Besucher, verschiedene Facetten der Kultur kennen zu lernen. "Der Theaterring B darf nicht zu einem Theaterring zweiter Klasse werden", so Weuthen. Jedoch wurde vereinbart, zu dem Thema demnächst die Besucher der Theaterringe selbst befragen zu lassen, um ein belastbares Meinungsbild zu erhalten.

Neuer Spielplan

Abschließend beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, das neue Programm beider Ringe für die Saison 2008/ 2009 zu buchen - ein bunter Mix aus Schauspielen, Musicals, Krimis, Komödien, Opern und Operetten. Für die sechs Vorstellungen im Ring A und weitere vier im Ring B sind jeweils Ersatztitel vorgesehen, so dass sich eventuell noch Änderungen im Spielplan ergeben können. Zu Buche schlagen die Programme mit insgesamt rund 98 000 Euro - etwa 7000 Euro weniger als in der Vorsaison.

Echte Highlights

Die Highlights erstrecken sich vom Musical "Touch of Heaven" über die Komödie "Bunburry" bis hin zur Oper "Bajazzo" im Ring A. Besucher des Theaterrings B dürfen sich unter anderem auf die Oper "Tosca", das Ballett "Stompin' - Fireworks of Rhythm" sowie den Krimi "Die zwölf Geschworenen" freuen. Auftakt ist im Oktober/November 2008. mel

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