Keine Fusion - aber ein Pfarrer für Ahaus und Alstätte

Kirche

Die beiden Pfarreien St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus und St. Mariä Himmelfahrt in Alstätte, wozu auch Ottenstein gehört, werden künftig einen gemeinsamen, leitenden Pfarrer haben.

Ahaus

07.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Keine Fusion - aber ein Pfarrer für Ahaus und Alstätte

Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp (Mitte) stellte das Pilotprojekt am Samstag in Ahaus vor. © Foto Bischöfliche Pressestelle

Den Rahmen für das neue Leitungsmodell haben der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, Karl Render, im Bischöflichen Generalvikariat zuständig für das Seelsorgepersonal, sowie Frank Vormweg, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, am Samstag den Kirchenvorständen und Pfarreiräten vorgestellt.

Die beiden Pfarreien bleiben selbstständig und sollen ihr eigenes Gemeindeleben behalten, heißt es in einer Mitteilung der bischöflichen Pressestelle. Ein möglicher neuer Pfarrer für Ahaus und Alstätte wird sich noch vor den Sommerferien den Gremien in einem Kontaktgespräch vorstellen.

Zwei Pfarrer gehen

Die Überlegungen waren notwendig geworden, nachdem Pfarrer Heinrich Plaßmann vor einiger Zeit seinen Abschied von Ahaus bekanntgegeben hatte. Pfarrer Matthias Wiemeler zog nach, er wechselt im Herbst von Alstätte nach Hörstel. „Die Zeit der Vakanz, aber auch die Frage der künftigen personellen Situation stellt uns vor neue Herausforderungen“, erklärte Winterkamp. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, mit Ihnen gemeinsam ein Pilotprojekt zu starten, das auch für andere Pfarreien unseres Bistums erforderlich sein wird“, ergänzte der Generalvikar.

Wie genau das neue Leitungsmodell aussehen wird, werde sich im Prozess zeigen: „Es gibt kein festes Konzept“, betonte Winterkamp. Er appellierte an die Gremienvertreter, ihr Mitspracherecht bei der Entwicklung neuer Ideen wahrzunehmen. Fest stehe, dass dieses Modell ein von vielen Seiten gefordertes Abflachen der hierarchischen Strukturen zur Folge haben werde.

Frank Vormweg empfahl den Ahausern ein schrittweises Vorgehen. Wann immer die Pfarreien es anfragen würden, werde sich das Bistum in den Prozess einbringen: „Wir lassen Sie nicht allein“, versprach er.

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