Das Ahauser Krankenhaus und die Krankenhäuser in Stadtlohn und Vreden lockern ihre Besucherregelung. © Stephan Rape
Coronavirus

Klinikum Westmünsterland beginnt am Dienstag, das Personal zu impfen

Das Klinikum Westmünsterland beginnt am Dienstag, sein Personal gegen das Coronavirus zu impfen. Impfstoff für die ersten 1200 Mitarbeiter wird ab Dienstag erwartet.

Am Dienstag erfolgt der langersehnte Start der Corona-Schutzimpfungen im Klinikum Westmünsterland. Darauf weist das Klinikum in einer Pressemitteilung von Montagmittag hin.

Insgesamt erhalte das Klinikum Westmünsterland zunächst Impfdosen für gut 1200 Personen. Allein an den Krankenhausstandorten in Ahaus, Stadtlohn und Vreden sollen in diesem ersten Durchlauf 480 Mitarbeiter geimpft werden. Die Mitarbeiter aus Ahaus, Stadtlohn und Vreden werden dabei zentral in Ahaus ihren Impfstoff erhalten. Die Impfung solle dabei in einem ähnlichen Einbahnstraßensystem erfolgen, wie es auch in den Impfzentren vorgesehen ist.

Eigenes Fachpersonal impft Mitarbeiter in Ahaus

Die ersten Impfdosen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer werden unter hohen Sicherheitsstandards ins St. Marien-Krankenhaus Ahaus und das Agnes-Hospital Bocholt geliefert. Der Impfstoff werde dann unmittelbar durch geschultes Fachpersonal vor Ort aufbereitet und durch eigenes medizinisches Fachpersonal verimpft, so das Klinikum.

Wenig später können dann die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die erste von zwei zur Immunisierung notwendigen Impfungen erhalten. Im St. Marien-Hospital Borken wird die erste Anlieferung des Impfstoffs am Donnerstag erwartet.

Klare Vorgaben, wer den Impfstoff als erstes erhält

Weil der Impfstoff bisher noch sehr begrenzt verfügbar ist, richtet sich auch das Klinikum Westmünsterland nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (Stiko) und der Coronavirus-Impfverordnung, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) herausgegeben hat: Demnach ist in der ersten Kategorie – also derjenigen mit der höchsten Priorität für eine Impfung – Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen und solches mit engem Kontakt zu vulnerablen, also besonders gefährdeten Gruppen, zusammengefasst.

„Diese Kategorie decken wir mit dem ersten Lieferung ab“, erklärt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland auf Nachfrage. Dazu zählt beispielsweise die Belegschaft der Intensiv- und Infektionsstationen

„Über diesen ersten Impftag bei uns im Klinikum Westmünsterland sind wir alle sehr erfreut und erleichtert. Endlich geht es los“, erklärt Ludger Hellmann, Sprecher der Geschäftsführung im Klinikum Westmünsterland.

„Abstimmung mit Kreis hat reibungslos funktioniert“

Erfreut zeigt sich der Geschäftsführer auch darüber, dass sich die umfangreichen Vorbereitungs- und Abstimmungsvorgänge in den Krankenhäusern ausgezahlt haben. „Auch die Abstimmung mit dem Kreis Borken im Vorfeld der Belieferung hat reibungslos und sehr gut funktioniert“, lobt Hellmann, „unser Dank gilt hier allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihr großes Engagement.“

Im St.-Marien-Hospital Borken starten die Impfungen noch in dieser Woche. Geimpft wird hier ab Donnerstag in der gleichen Priorisierung. Im Laufe der nächsten Wochen werden weitere Impfdosen erwartet. Insgesamt hat das Klinikum Westmünsterland gut 5500 Mitarbeiter.

Durchweg hohe Bereitschaft, sich impfen zu lassen

Durchweg positiv bewertet Tobias Rodig dabei die große Bereitschaft des Personals, sich impfen zu lassen. An allen Standorten hatten demnach zwischen 75 bis über 90 Prozent der Mitarbeiter im Vorfeld bereits ihre Impfbereitschaft erklärt. „Dabei geht es ausdrücklich um sämtliches Personal, nicht nur um die Mitarbeiter in der Pflege“, erklärt er. Die Hoffnung sei, dass sich diese Bereitschaft auch in der übrigen Bevölkerung so widerspiegele.

Wie berichtet, war auch die Impfbereitschaft in den Alten- und Pflegeheimen in der Region extrem hoch: Bis zu 90 Prozent der Mitarbeiter und 95 Prozent der Bewohner in den Altenpflegeeinrichtungen im Kreis hatten sich in den vergangenen Tagen impfen lassen.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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