Körperwelken im Schloss Ahaus

Kabarett mit Simone Fleck

Glaubt man der Werbung hat die Frau ab 40 bereits ihr „Haltbarkeitsdatum“ überschritten, einzig Mittel gegen Wechseljahre und Haarausfall lindern derlei Altersbeschwerden. Ein völlig andere, weitaus unterhaltsamere Maßnahme gegen das viel propagierte „Körperwelken“ bot die Kabarettistin Simone Fleck am Mittwochabend ihren zumeist weiblichen Gästen im Ahauser Schloss.

AHAUS

von von Denise Perrevort-Elkemann

, 21.10.2011, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Spätestens als Oma Walli, eine Frau die nicht mit Anstand gealtert, sondern unanständig jung geblieben ist, die Bühne betrat lag der Entertainerin das Publikum (vor Lachen) zu Füßen. Oma Walli, nach Selbsteinschätzung „gnadenlos aktiv und nicht ungefährlich“, schwadronierte ungeniert über die Tücken des Alters, des Altersheims und den demografischen Wandel: „Früher gab es noch ein Gebiss pro Ehepaar. Im Heim wird’s dann knapper. Bei uns gibt’s nur ein Heimgebiss, unisex versteht sich!“ Mit bewundernswerter Wandlungsfähigkeit und unter besonderer Einbeziehung des Publikums (Frage an eine Frau im Publikum mit Fingerzeig auf deren Ehemann: „Ist das Ihrer? Pflegen sie alleine oder haben sie einen Zivildienstleistenden?“) begeisterte ihr spezielles Anti-Aging-Programm auf ganzer Linie. Speziell ihre Lebenstipps werden so manchem in lebhafter Erinnerung bleiben: „Machen wir uns nichts vor meine Damen: Ab einem gewissen Alter können wir Frauen Männer nur noch erschrecken – aber das macht Spaß!“  Denise Perrevort-Elkemann

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