Karola Voß als Bürgermeisterin in Ahaus wiedergewählt

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Am Ende war es ein klare Sache: Die amtierende Bürgermeisterin Karola Voß (parteilos) wurde in Ahaus mit 77,22 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Ahaus

, 13.09.2020, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Hammer! Unglaublich!“ Am Ende konnte es Amtsinhaberin Karola Voß wohl selbst noch nicht so richtig fassen. Mit 77,22 Prozent der Stimmen setzte sie sich bei der Kommunalwahl um das Amt des Bürgermeisters in Ahaus gegen ihren beiden Mitbewerber durch.

Auf CDU-Kandidat Dr. Michael Räckers entfielen 18,79 Prozent der Stimmen. Dietmar Eisele (Grüne) kam auf 3,99 Prozent.

Der Wahlsieg von Karola Voß zeichnete sich früh ab. Bereits den ersten von 21 Wahlbezirken konnte sie mit über 70 Prozent für sich entscheiden. Ein Wert, den sie in einigen anderen Wahlbezirken in der Kernstadt und den Ortsteilen sogar noch toppen konnte. Bis auf 80 Prozent Zustimmung schlug das Pendel in einigen Wahlbezirken für die Bürgermeisterin aus.

Schon weit vor der Bekanntgabe des Ergebnisses aus dem letzten Wahlbezirk musste Karola Voß viele Hände schütteln. „Ist das nicht toll?“ bekam sie immer wieder wieder zu hören. „Klasse.“

Als die alte und neue Bürgermeisterin gegen 22 Uhr die Bühne betrat, sprach sie mit brüchiger Stimme zu den gut 200 Zuschauern. „Ich freue mich wirklich auf die nächsten fünf Jahre. Und die Getränke übernehme ich ab jetzt auch“, sagte sie - und verschwand wieder in der Menge.

„Enttäuschung ist da“

„Na klar ist die Enttäuschung einfach da“, sagte der CDU-Herausforderer Dr. Michael Räckers in einem ersten Statement. „Man hat gerannt, man hat geackert über Wochen und Monate. Dann sind 18,7 Prozent kein schönes Ergebnis. Aber am Ende des Tages muss man festhalten: Die Ahauser haben Karola Voß gewählt und jetzt werden wir halt im Rat die nächsten fünf Jahre zusammenarbeiten.“

Sein Wahlergebnis könne er nur noch sportlich nehmen“, sagte Michael Räckers.

„Mein persönliches Ergebnis ist nicht besonders schön, sagte Bürgermeisterkandidat Dietmar Eisele (Grüne) in einer ersten Stellungnahme. Mit seinem persönlichen Ergebnis könne er nicht zufrieden sein, so Eisele. „Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit in den nächsten fünf Jahren.“

Die Ergebnisse der Wahlen zum Rat der Stadt Ahaus.

Die Ergebnisse der Wahlen zum Rat der Stadt Ahaus. © Stadt Ahaus

Pünktlich um 18 Uhr hatte das Wahlstudio auf dem Rathausplatz eröffnet. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen freue ich mich auf eine tolle Veranstaltung“, sagte Wahlleiter und Erster Beigeordneter Hans-Georg Althoff gegen 18.47 Uhr. Doch die Präsentation der ersten Ergebnisse zog sich. Und auch längst nicht alle der 250 Zuschauerplätze waren belegt, obschon fast alle vorher gebucht worden waren.

„Wir hoffen, dass das Auszählen der Stimmen problemlos läuft“, sagte Althoff. Ein Wunsch, der zumindest vom zeitlichen Ablauf nicht ganz in Erfüllung ging.

„Leitungen sind überlastet“

Während Karola Voß schon um Punkt 18 Uhr das Wahlstudio betrat, traf ihr Mitbewerber Dietmar Eisele gegen 18.30 Uhr ein. Dr. Michael Räckers folgte gegen 19.40 Uhr. Die nervenaufreibende Zeit bis zur Verkündung der ersten Wahlgergebnisse verbrachten die drei Bürgermeisterkandidaten mit Gesprächen mit Zaungästen und an Tischen. „Die Leitungen sind stark überlastet“, sagte Doris Zevenbergen, die die Präsentation der Wahlergebnisse moderierte.

Erst um kurz nach 20 Uhr stand das erste Ergebnis fest. Im Wahlbezirk 6 (Kulturquadrat/VHS) holte Karola Voß 72,24 Prozent der Stimmen. Dr. Michael Räckers kam auf 21,43 Prozent und Dietmar Eisele auf 6,33 Prozent.

Ein Trend, der sich den Abend über fortsetzte. In keinem der 21 Wahlbezirke rutschte Karola Voß unter 70 Prozent. Eine Stichwahl braucht es in Ahaus nicht. Karola Voß bleibt fünf weitere Jahre Bürgermeisterin.

Ein langer Open-Air-Wahlabend endete für die Amtsinhaberin mit einem fulminanten Wahlerfolg. „Unglaublich“, wie sie immer wieder sagte.

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