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Kondom-Automat gesprengt - Mann tödlich getroffen

Explosion in Schöppingen

Beim Sprengen eines Kondom-Automaten in Schöppingen ist einer der Täter offenbar tödlich verletzt worden. Der Mann wurde von einem Stahlteil am Kopf getroffen. Die mutmaßlichen Mittäter brachten den Mann ins Krankenhaus, gaben aber zunächst einen anderen Grund für die schwere Verletzung an.

SCHÖPPINGEN

, 28.12.2015 / Lesedauer: 2 min
Kondom-Automat gesprengt - Mann tödlich getroffen

Dieser Kondom-Automat in Schöppingen wurde gesprengt.

Die ganze Geschichte spielte am ersten Weihnachtstag 2015 in Schöppingen im Kreis Borken:

Um 7.40 Uhr hörte ein Anwohner einen lauten Knall an der Münsterstraße. Durch das Fenster sah er Rauch aus dem Kondom-Automaten kommen und rief die Polizei. Die fand heraus: Offenbar nichts mitgenommen. Kondome und Bargeld lagen noch neben dem gesprengten Automaten.

Um 8.50 Uhr erhielten die Polizisten einen Anruf aus dem Krankenhaus in Ahaus. Ein 29-Jähriger aus Schöppingen sei von zwei anderen Männern eingeliefert worden und kurz darauf gestorben. Ärzte hatten vergeblich versucht, den Mann wiederzubeleben.

Treppensturz? Polizei zweifelte an dieser Version

Grund für die Kopfverletzungen des 29-Jährigen war den Männern zufolge ein Treppensturz.

Schnell kamen jedoch Zweifel bei der Polizei auf. Und tatsächlich: Einer der beiden Männer räumte gegenüber den Beamten ein, es gebe einen Zusammenhang mit der Sprengung des Automaten.

Der Stand der Ermittlungen vom 28. Dezember: Die drei Männer sprengten den Automaten. Wie genau, ist noch unklar. Nach dem Zünden seien sie jedoch schnell ins Auto gestiegen, um sicher zu sein. Einer von ihnen war jedoch zu langsam. Er hatte die Beifahrertür noch nicht geschlossen und wurde von einem abgesprengten Stahlteil am Kopf getroffen. Er verlor das Bewusstsein. Die anderen brachten ihn ins Krankenhaus. Der Mann aber starb.

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Die anderen Männer sind wieder auf freiem Fuß

Die anderen beiden - ein 29-Jähriger aus Bielefeld und ein 27-Jähriger aus Schöppingen - sind weiterhin auf freiem Fuß. Auch wenn es sich bei der Sprengung des Automaten um versuchten schweren Diebstahl handelt, stellte die Staatsanwaltschaft keine Anträge auf Untersuchungshaft.

Der Polizei bleibt also nur die Hoffnung, dass die Männer tatsächlich erscheinen, wenn sie zu einer weiteren Vernehmung gerufen werden.

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