Kritik an Mehrfamilienhaus am Hessenweg: Verwaltung will vermitteln

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Am Hessenweg 25 ist der Bau eines Mehrfamilienhauses geplant. Die Stadt will jetzt zwischen dem Bauherrn und den Anliegern vermitteln. Die Anwohner stören sich unter anderem an der Gebäudehöhe.

Ahaus

, 12.06.2020, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anlieger sind gegen ein geplantes Mehrfamilienhaus am Hessenweg 25. Die Stadtverwaltung will jetzt als Mittler zwischen dem Bauherrn und den Anwohnern tätig werden. Das gab der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung bekannt.

Auf dem 627 Quadratmeter großen Grundstück soll ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit sieben Wohneinheiten entstehen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 54 und 85 Quadratmetern. Anlieger des Hessenweges und der Schmalenstrothstraße haben in einem Schreiben Bedenken gegen den Bau geäußert. Sie monieren unter anderem die Gebäudehöhe und eine große Stellplatzanlage im hinteren Bereich.

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Michael Rörick vom Fachbereich Bauordnung erklärte, dass es für den Bereich Hessenweg keinen Bebauungsplan gebe. Das Projekt sei laut Baugesetzbuch zulässig, wenn es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfüge und die Erschließung gesichert sei. „Die Anzahl der Wohnungen ist dabei nicht maßgeblich“, sagte Michael Rörick.

„Hessenweg verträgt das“

Insgesamt sei der Hessenweg geprägt von eineinhalb- und zweieinhalbgeschossigen Bauweisen, sagte der Mitarbeiter der Verwaltung. „Der Hessenweg verträgt auch eine etwas herausgehobenere Bebauung“, sagte Rörick.

Der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner berichtete von dem Schreiben der Anlieger. „Wir werden uns vor Ort mit ihnen treffen. Dann schauen wir, wo die Punkte sind, die bei dem Vorhaben problematisch gesehen werden.“

Allerdings machte Hammwöhner auf folgendes aufmerksam: „Wenn der Investor die Vorgaben erfüllt, hat er ein Recht auf eine Baugenehmigung.“

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Hubert Kersting (UWG) sprach mit Blick auf die Pläne davon, dass die Bautiefe „extremst“ ausgenutzt werde. Ob das alles vom Baugesetzbuch gedeckt sei, wollte er wissen. Michael Rörick antwortete, dass sich die Verwaltung an den vorhandenen Gebäuden orientiert habe. „Wir würden das so einschätzen.“

Gleichwohl habe die Verwaltung nicht so weit geprüft, ob das Vorhaben „bauordnungsrechtlich rücksichtslos“ sei. Michael Rörick: „Wir möchten das noch mit den Anwohnern diskutieren. Ersteinmal stellt der Bauherr den Antrag.“

25 Stellplätze

Andreas Dönnebrink (SPD) sah die geplante Parkplatzanlage mit 25 Stellplätzen im hinteren Bereich des Wohngebietes kritisch. „Dort sind die Ruhezonen der Nachbarn.“ Hammwöhner sagte zu, mit dem Bauherrn und den Anwohnern auch darüber zu sprechen. Infos soll es voraussichtlich in der übernächsten Sitzung des Ausschusses geben.

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