Kunst in fürstlichem Ambiente

100 Aussteller am Schloss

Einst gehörte der Künstler zum Hofstaat eines jeden kaiserlichem, königlichen oder fürstbischöflichen Hofes Europas. So gesehen fand das Event "Kunst am Schloss" am Wochenende vor dem Ahauser Schloss am richtigen Platz statt.

AHAUS

21.09.2014, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Besucher konnten den Künstlern auch bei der Arbeit zuschauen.

Besucher konnten den Künstlern auch bei der Arbeit zuschauen.

Auch wenn nicht mehr eine Anstellung als Hofmaler mit privilegiertem Status lockte, sondern "nur" die Teilnahme an einer besonderen, jedes Jahr anspruchsvoller werdenden Kunstveranstaltung, waren die Künstler nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus den benachbarten Niederlanden gekommen, um Teil der "höfischen Kunst-Gemeinschaft" zu sein.

"Ich mag diesen historischen Platz", erzählte die Niederländerin Yvon Weustink, die erstmals ihre Keramiken und Linolschnitte in Ahaus präsentierte und auch der Holzkünstler Johan Korving aus Winterswijk, der anders als seine Kollegin bereits zum vierten Mal am Event teilnahm, schwärmte vom schönen Ambiente und der guten Organisation.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Kunst am Schloss 2014

Rund 100 Aussteller beteiligten sich am Event "Kunst am Schloss".
21.09.2014
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© Foto: Denise Perrevort-Elkemann
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Nicht nur die eigenen Arbeiten, sondern der Austausch mit anderen Kunstliebhabern lag im Fokus der Veranstaltung, die unter dem Motto "Deutsch-Niederland

e/Kunst im Dialog mit Blick auf Europa" stand. Angeregt wurde über Malweisen, Materialien und Stilrichtungen diskutiert oder aber gerne auch mal vor Ort und zur Freude der Besucher das Handwerk vorgeführt.

"Ausgewählte Hofkunst"

Und das Angebot der mehr als 100 Teilnehmer war so vielseitig und interessant, dass ihm durchaus das Prädikat "ausgewählte Hofkunst" verliehen werden konnte. Neben Mosaik-, Schmuck - und Keramikarbeiten waren es vor allem Skulpturen und Materialien die begeisterten.

Neulinge begeisterten

Neben "Kunst am Schloss-Veteranen" wie der Maler Reza Momen aus Siegen, die "Vollwaiber"- Mutter Mecky Mattern aus Meppen oder der Holzkünstler Ludwig Honekamp aus Ahaus begeisterte auch so mancher "Veranstaltungsneuling". Rolf Thuilot aus Bocholt war einer von Ihnen. Neben Malereien und Rauchbildern fiel besonders seine Barbie-Fotostrecke ins Auge. Durch die Kameralinse entführte Thuilot die "magersüchtige" Barbie und den "ewig grinsenden Ken" aus ihrer Scheinwelt in die Realität um damit satirisch gegen den Glimmerwahn von Barbie und Co zu protestieren, wie er mit einem schelmischen Lächeln erklärte.

Der Mensch war es, egal ob als künstliches Abbild oder in Natura, der immer wieder im Mittelpunkt der Kunst stand, sein Äußeres, sein Inneres und sein Handeln wurde in vielen Variationen thematisiert. Die Bildhauerin Scarlett Neumann aus Hattingen symbolisierte in ihrem Werk "Familienbande" die Verbindung einer Familie zueinander, indem sie die Handabrücke verschiedener Familienmitglieder mit einander verband. "Sie ziehen alle an einem Strang", so Neumann, vom 86-jährigen Großvater bis zum kleinen Enkelkind.

 

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