Lernen auf der Walz - Weg führt auch nach Ahaus

Handwerksgesellen

AHAUS 13 Wandergesellen aus vielen Teilen Deutschlands und der Schweiz haben jetzt auf ihrem Weg bei der Kreishandwerkerschaft in Ahaus vorgesprochen.

von Von Maria Bütterhoff

, 09.10.2009, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwischen Ahaus und Vreden haben die 13 Wandergesellen am Wegesrand eine Pause eingelegt.

Zwischen Ahaus und Vreden haben die 13 Wandergesellen am Wegesrand eine Pause eingelegt.

Normalerweise reisen die Wandergesellen zu zweit. Nur rechtschaffene Gesellen nach bestandener Prüfung, die unter 30 Jahren und unverschuldet sind, dürfen sich einer Bruderschaft anschließen. Mindestens drei Jahre und einen Tag müssen sie nach alter Tradition auf der Walz unterwegs sein – Verlängerungen sind aber möglich. Die Gesellen dürfen aber in dieser Zeit im Radius von 50 Kilometer den Heimatort nicht betreten, außer bei schwerwiegenden Vorkommnissen.

Sinn der „Walz“ war in den alten Zeiten das Kennenlernen von Land und Leuten, und nicht zuletzt ihrer selbst und das Erlernen anderer Techniken, um den eigenen Horizont zu erweitern und anschließend berechtigt zu sein, die Meisterprüfung abzulegen. Dies hat nach wie vor nichts von seiner Faszination verloren und wird von vielen ehemaligen Wandergesellen als „die beste Zeit des Lebens“ angesehen, in der Materielles nicht zählt, sondern Kameradschaft und Zusammenhalt.

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